Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Nallesgrün

Dein Name brennt uns Tag und Nacht.
Wenn wir Dich auch verschweigen,
wir haben immer Dein gedacht.
E. Egermann

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Poschitzau – malá vesnice pod Ziegenrückenem

Poschitzau
Vom Zechtal aus, 1,5 km vor Schlaggenwald, zweigt eine schmale Straße nach Poschitzau ab, einem kleinen Bauern- und Arbeiterdorf am südwestlichen Hange des Ziegenrückens. Oberhalb der Ortschaft, wo die Wiesen und Felder vom Wald „Auf der Heid" (die Poschitzauer sagten „Af dä Hoi", die Schlaggenwalder „Af dä Haad") begrenzt werden, ist es nicht mehr weit zur 732 m hohen Buchenhöhe. Die offene Sommerseite – von Schlaggenwald aus „af dä Puschätzauä Seitn" –, wo das Korn früher reifte, bot einen weiten Blick über die Hochfläche bis nach Schönfeld, über die Dörfer Gfell, Leßnitz und Rabensgrün, über die Wälder von der Kiefernspitze bis zum „Weißn Hüwl", begrenzt von Krudum und Spitzberg.

Poschitzau wurde zuerst 1242 mit der Eintragung im Pfarrgedächtnisbuch der St. Georgskirche erwähnt. Sein Name dürfte nach neueren Erkenntnissen nicht, wie bisher angenommen, tschechischen, sondern aus dem Wort „Boschen", d.h. „Büsche", kommend, deutschen Ursprungs sein.

Die Besiedlung wird wohl auch hier mit dem Bergbau begonnen haben; Schürflöcher und Steinhalden am Muckenberg wiesen noch vor Jahrzehnten darauf hin. Dem Bergbau folgte die Landwirtschaft. Zu den ältesten Gehöften zählten sicherlich die Bauernhäuser Grieß (Nr. 16), Kempf (Nr. 18) und Floth (Nr. 22). Zur Zeit von Burso und Schlakko, zwischen 1354 und 1357, wird Poschitzau mit den Dörfern Leßnitz, Stirn, Töppeles und Gfell mit „Rug und Recht" dem Stadtgericht von Schlaggenwald zugeordnet. Aus dem Jahre 1547 kann man nachlesen: „Die Dörfer Poschitzau und Leßnitz sind mit Zins und Scharwerk der Schlaggenwalder Pfarre zuständig, doch sollen die anderen herkömmlichen Verpflichtungen gegen Petschau eingehalten werden." Die Verpflichtung zu Scharwerk für die Pfarrei bestand bis 1875. Der Herr Dechant bekam bei der Ablösung der alten Dorffälligkeiten 1350 fl. (Florin = Gulden, Goldmünze, seit 1252 in Florenz geprägt), der Mesner 150 fl. und der Totengräber 50 fl. ein für allemal.

Poschitzau gehörte im 17. Jh. mit Ziegelhütten zu Gfell. Im Jahre 1623 hatte es schon „14 Höfe und Häuslein". 1877 wurden die Orte Ziegelhütten und Poschitzau aus dem Gemeindeverbund herausgelöst und bildeten zusammen mit Teilen der Zech eine eigene Gemeinde mit fast 500 Einwohnern. Zech und Ziegelhütten waren mit eigenen Gemeinderäten in Poschitzau vertreten. 1919 trennten sich die drei Orte und blieben bis 1945 selbständige politische Gemeinden.

Das Katastergebiet war 567 ha groß, davon entfielen 112 ha auf den Wald. Es grenzte im Norden an das Elbogener und Ziegelhüttener Waldrevier, im Westen und Süden an Schlaggenwalder, im Osten an Gfeller Grund. Um die Jahrhundertwende zählte man 460 Einwohner, bei der letzten Volkszählung 1944 waren es 336. Es gab 13 Bauernhöfe mit meist 20 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche, daneben Kleinlandwirte, die als Fabrikarbeiter ihren Lebensunterhalt bestritten, während die Frauen Haus, Stall und Feld versorgten. Viele Mädchen fanden in Karlsbad während der Kursaison Beschäftigung und Verdienst im Hotelgewerbe, die Buben gingen in den umliegenden Städten in die Lehre. Auch Männer machten sich täglich auf den Weg, oft drei Stunden hin und drei Stunden zurück, über die Haad, über Aich und Donitz bis nach Karlsbad, um als Maurer oder Hilfskraft zu arbeiten. Im Dorf betrieb Adolf Vlach eine Schmiede, Andreas Schmidt eine Tischlerei und Franz Kastl war als Schuster tätig. Hubl und Schindler bewirtschafteten die

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