Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Auerbach v Horní Falci – patronátní město Slavkovských

Doch die endgültige Auflösung der Abtei Michelfeld ließ nicht mehr lange auf sich warten, denn im Zuge der „Säkularisation" sollten alle Klöster aufgelöst und ihr Besitz verstaatlicht werden. Die letzten Benediktinermönche mußten 1803 ihr geliebtes Kloster verlassen.

Im Oktober 1884 zog mit den Dillinger Franziskanerinnen neues Leben in die langsam verfallenden Gebäude ein; die „Taubstummenanstalt Michelfeld" wurde gegründet. Das heutige „Versorgungs- und Pflegeheim in der Regens-Wagner-Stiftung" betreut ca. 200 behinderte oder alte und gebrechliche Mädchen und Frauen. Seit Jahren bekannt ist die Meßgewand- und Fahnenstickerei der Anstalt.

Die weiträumige Klosteranlage erfuhr in den letzten Jahren eine gründliche, gutgelungene Renovierung und Restaurierung. Auch die Asamkirche, die heute als Pfarrkirche dient, wird in nächster Zeit instand gesetzt.

Russische Truppen in Auerbach

Das Königreich Bayern als Mitglied des „Rheinbundes" und somit Verbündeter Napoleons (1769–1821) hatte an dessen Feldzügen mit jeweils 30.000 Mann teilzunehmen. Auch aus Auerbach und den umliegenden Ortschaften mußten viele junge Männer gegen Preußen (1806/07), gegen Österreich (1809) und gegen Rußland (1812) mit ins Feld ziehen und dort meistens ihr Leben lassen. Nach der „Völkerschlacht" bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) verfolgten die alliierten Truppen den geschlagenen Napoleon bis nach Paris, das sie bis zum Frühjahr 1815 besetzt hielten.

Die russischen Truppen zogen als erste wieder aus der französischen Hauptstadt ab, da sie den weitesten Weg vor sich hatten. Auerbach war für sie als Rast- und Versorgungsstation vorgesehen. Aus diesem Grund lagerten in der ersten Junihälfte des Jahres 1815 etwa 2800 Soldaten mit 112 Offizieren und 5 Generälen in der Stadt. Auch deren über 700 Pferde mußten mit verpflegt werden. Die Russen hatten unmittelbar nach ihrem Eintreffen auf dem Oberen Marktplatz zum Schrecken der Bevölkerung einen Galgen errichtet; wie sich jedoch bald herausstellte, nicht für die Auerbacher, sondern für ihre eigenen Soldaten, um sie von Übergriffen auf die Bürger abzuhalten.

Die großen Stadtbrände

In Auerbachs Geschichte könnte man das 19. Jahrhundert auch das der großen Stadtbrände nennen: Am 26. Juni 1838 brannten 18 Häuser und 10 Städel nieder, 1842 und 1847 jeweils 6 Häuser und am 27. Juni 1868 gar 107 Wohn- und 146 Nebengebäude.

Ein großer Teil der Innenstadt fiel beim verheerenden Brand von 1868 innerhalb weniger Stunden zusammen mit dem Kirchturm den Flammen zum Opfer. Bei den Löscharbeiten fanden auch vier Männer den Tod; eine schlichte Gedenktafel der Freiwilligen Feuerwehr am Kirchturm erinnert an diese Tragödie.

Neben den Privatgebäuden mußte unbedingt auch die Wiederinstandsetzung des Kirchturms vorangetrieben werden, denn dieser hatte seinerzeit noch eine viel größere Bedeutung als heute. Einmal war er die örtliche Feuermeldestation, denn der Türmer, der ganz oben wohnte, hatte bei einem Brand sofort Signal zu geben. Dazu verkündete die Turmuhr der Bevölkerung sozusagen die „amtliche" Zeit, und die Glocken riefen die Menschen zu Gebet und Gottesdienst.

Bei einem weiteren Brand sanken 1898 nochmals fünf Anwesen in Schutt und Asche.

Vor allem diese Brandkatastrophen im vorigen Jahrhundert waren es, die das Bild des alten Auerbacher Stadtkerns wesentlich veränderten: Die ehedem mit dem Giebel zur Straße stehenden Häuser wurden nun mit der Traufseite nach vorne wieder errichtet, „nicht gerade zum Vorteil für das Ortsbild". (18)

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