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dreschmaschine, zuständig war. Was die heimische Landwirtschaft nicht produzierte, erhielten die Bewohner im Kolonialwarengeschäft (Nr. 14) und in der Trafik (Nr. 42). Zahlreiche Gfeller pendelten täglich in andere Orte zur Arbeit.
Bei Wind und Wetter marschierten sie über Poschitzau in die Porzellanfabriken in der Zech und Amtsstuben nach Elbogen, eilten über den Katzen- und den Kühsteig ins Tepltal zur Gfeller Bahnstation, um in der Porzellanfabrik in Pirkenhammer, in der Glasfabrik in Meierhöfen und in den Kurhäusern Karlsbads als Köche, Kellner, Zimmermädchen, Serviererinnen und Hausmeister ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Ehe in Karlsbad die Zentralmolkerei errichtet wurde, fuhren Frauen die Milch mit Hand- und Hundewagerln in die Kurstadt, aber auch nach Elbogen, Grünlas und Neusattl, und legten so täglich eine Wegstrecke von etwa 30 km zurück.
Die Verwaltung des Gemeinwesens lag in den Händen des Gemeindevorstehers, den seit 1919 die politischen Parteien stellten, und seiner sechs Gemeinderäte. Zu ihren Aufgaben gehörten u.a. die Wasserversorgung, die Verteilung des Gemeindegrundes einschließlich Waldanteil mit seinen 43 Parzellen, der Schutz vor Bränden durch Ausrüstung des Feuerwehrmagazins, die Unterbringung bedürftiger Dorfbewohner im Gemeindehaus, Durchführung von gemeinnützigen Projekten, Förderung der schulischen Bildung und des Vereinslebens sowie die Vergabe vielfältiger Funktionen von der Gemeindestierhaltung bis zur Betreuung der Bibliothek.
„Vüästäihā" in der ersten Hälfte unseres Jhs. waren Josef Lenk, Josef Schuster, Josef Markoff, Hermann Moder, Wenzel Klement und Eduard Rippl.
Zu Beginn dieses Jahrhunderts führte man die Bodenmelioration(-verbesserung) durch. Ende der zwanziger Jahre kam die Elektrifizierung des Ortes an die Reihe. Um das Vorhaben finanzieren zu können, ließ der Gemeinderat den gemeinsamen Waldbesitz schlagen und stellte mit dem Erlös den Anschluß an das Überlandwerk Unterreichenau sicher. Am 6.12.1930 hatten die Petroleumlampen, der Göpel und die Dampfdreschmaschine ausgedient, und man konnte das große Ereignis im Gasthof „Zur Sonne" gebührend feiern.
Die Grundsteinlegung für ein Schulgebäude erfolgte relativ spät; der Pfarrort Schlaggenwald hatte frühzeitig den umliegenden Ortschaften beste Voraussetzungen für schulische Bildung geboten. Im übrigen begnügte man sich mit dem Wanderlehrer, der reihum in den Bauernstuben unterrichtete. Das Schulhaus, 1854 am Lehrerbergl errichtet, wurde 1889 umgebaut, erhielt eine Lehrerwohnung, im Erdgeschoß Raum für die Gemeindekanzlei und einen Turn- und Lehrgarten. Der „Schulmeister" gewann an Ansehen und leistete neben seiner Lehrtätigkeit oft wertvolle Arbeit in kultureller Hinsicht für die Dorfgemeinschaft. In besonderem Maße trifft dies für Karl Porsch zu, der von 1911 bis 1928 in Gfell wirkte. Im Laufe der Jahre waren an der einklassigen Volksschule noch folgende Lehrkräfte, teilweise als Schulleiter, tätig: Johann Hahn, Emanuel Axmann, Hugo Ehm, Adolf Ladek u.a.m. Kapläne und Katecheten vom Dekanalamt Schlaggenwald erteilten den Unterricht in Religion, Lehrerinnen, die auch zumeist von auswärts kamen, in Handarbeit.
Nach Eröffnung der Schlaggenwalder Knabenbürgerschule am 5.11.1873 nutzten zunächst die Buben, später auch die Mädchen, nach dem 5. Schuljahr das Angebot einer besseren fachlichen Bildung. Einige nahmen aber auch mehrstündige Fußmärsche in Kauf, um die Oberrealschule in Elbogen und, je nach Begabung, die Handels- oder Frauenfachschule in Karlsbad oder die Musikschule in Petschau unter kaum vorstellbaren Strapazen besuchen zu können.
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