Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Heimatbrief – zpravodaj krajanů z Horního Slavkova

Heimatbrief
Einleitung

Nach der zwangsweisen „Aussiedlung" und den ersten Jahren der materiellen und seelischen Not in der Fremde begann sich, dank der Initiative und Tatkraft von beherzten Männern „der ersten Stunde", aus den vertriebenen Bewohnern unserer engeren Heimat, die im Gebiet der drei westlichen Besatzungszonen (Westzonen) verstreut lebten, wieder eine neue Gemeinschaft zu entwickeln, während unsere Landsleute in der damaligen sowjetischen Besatzungszone (Ostzone) sich daran nur wenig beteiligen konnten.

Die Zusammenführung erfolgte im wesentlichen in drei Stufen: Herausgabe des Heimatbriefes (HB) – Ausrichtung von Heimattreffen (HT) – Übernahme der Patenschaft durch die Stadt Auerbach i.d. Opf.

Heimatbrief, Heimattreffen und Patenschaft – diese drei Bezugspunkte bildeten ein solides Fundament, auf dem sich heimatliche Gesinnung wieder offenbaren und unter Beweis stellen konnte. Um sie kristallisierten sich die Zusammengehörigkeit untereinander, die Verbundenheit mit der unvergessenen Heimat im Egerland und die Freundschaft mit der Patenstadt in der Oberpfalz, mit ihnen kamen Trost, Hoffnung und Zuversicht. Sehnlich erwartete Informationen, persönliche Nachrichten und Begegnungen verknüpften unterbrochene Verbindungen wieder zu einem festen Netz vertrauter Beziehungen.

Heimatbriefe, Heimattreffen und Patenschaft bedingen einander; sie fördern den Zusammenhalt auf der Grundlage gemeinsamer Geschichte und Vergangenheit. Ihr Bestand und ihre Funktionen sind heute wie damals für unsere heimatliche Gemeinschaft unentbehrlich.

Unser aller Dank gilt den Idealisten, die sich um den Zusammenhalt der Landsleute verdient gemacht haben. Welche Leistungen jeweils die Organisation erforderte, wieviel Aufopferung an Freizeit ihnen ihr Einsatz abverlangte, kann nur der recht ermessen, der selbst jemals mit solchen Aufgaben betraut war.

Die Namen zweier verdienter Männer mögen hier für andere stehen: Oskar Otto, der erste Herausgeber des HB, der sich mit Hingabe diesem Werk widmete und damit eine neue „Heimatgemeinde" schuf, und Anton Hofmann, unser verehrter ehemaliger Stadtsekretär, der sich mit Geduld und Umsicht als Stütze und Vermittler bei den uns verbindenden Veranstaltungen bewährte, den Boden für die Übernahme der Patenschaft bestens vorbereitete und den man mit Recht den „Vater von Auerbach" nennen darf.

Der Heimatbrief

Das unbarmherzige Schicksal der widerrechtlichen Vertreibung aus der angestammten Heimat im Egerland hatte die Bewohner der einzelnen Orte aus einer lebendigen Gemeinschaft herausgerissen, mit der sie meist von Geburt an verbunden waren, sie voneinander getrennt und in der Fremde in alle Winde zerstreut. Als besonders schmerzlich erwies sich die Trennung für die Einwohner kleinerer Orte, weil hier die stärksten persönlichen Bindungen unter der Bevölkerung bestanden.

Eine so eng verbundene Gemeinschaft stellten auch die Bewohner unserer Heimatstadt Schlaggenwald und ihrer Nachbardörfer dar. Wie tief dieses teils unbewußt empfundene Gefühl der Verbundenheit wurzelte, wurden wir erst gewahr, als wir in einer uns fremden Umgebung leben mußten. Wie sehnten wir uns nach jenen Menschen, die mit uns das Leben geteilt und zum lebendigen Bild der Heimat gehört hatten! Wohin mochte sie die

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