Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Sudetoněmecké dny

1955 in der alten Reichsstadt Nürnberg mit den Ausführungen des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Wilhelm Högner, der erklärte: „Die Vertreibung aus der Heimat wird immer ein Verbrechen bleiben, wenn auch ein armseliges Völkerrecht keine Sühne dafür kennt. Das Recht auf Heimat ist unverjährbar!";

1959 in der österreichischen Hauptstadt mit dem feierlichen Pontifikalamt am Heldenplatz vor der Hofburg;

1961 in der ehrwürdigen Domstadt am Rhein, bei dem der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, den Versammelten zurief: „Deutschland lebt nirgendwo stärker als im Bewußtsein seiner Heimatvertriebenen. Wer heute durch die Bundesrepublik reist, der stößt überall auf das Ergebnis ihrer Arbeit, der trifft überall auf den sichtbaren Erfolg ihrer Leistungen. Der Aufbau in der BRD wäre niemals so rasch und erfolgreich vorangegangen, er hätte uns niemals vom Nullpunkt aus soweit vorwärtsgebracht, hätte es nicht den großen Zustrom von Kraft, Wissen und Wollen gegeben, der nicht zuletzt von den Sudetendeutschen zu uns kam.";

1962 mit 400.000 Teilnehmern, die in 24 Sonderzügen, mit über tausend Omnibussen und etwa 20.000 privaten Fahrzeugen für einen überwältigenden Zustrom in die Metropole am Main und zum Messegelände sorgten;

1963 in der Hauptstadt des „Musterländle", wo im Gartengelände am Killesberg etwa tausend Egerländer in ihrer farbenprächtigen Tracht dem Bundestreffen ihrer „Gmoi" festlichen Glanz verliehen;

1967 in München, als der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel sich mahnend an diffamierende Medien wandte: „Wenn jemand seine Heimat liebt und sich immer wieder gerne an sie erinnert, wenn er hierher kommt, um seine Landsleute zu treffen, so ist er noch lange kein Revanchist!";

1986 in der bayerischen Landeshauptstadt, als Bundeskanzler Helmut Kohl bei der Hauptkundgebung vor rund 60.000 Teilnehmern sinngemäß bestätigte: „An der historischen Wahrheit gibt es nichts zu deuten, daß die Vertreibung Unrecht war und bleibt; sie kann nicht das letzte Wort in der Geschichte der deutsch-slawischen Nachbarschaft sein." Ministerpräsident Franz Josef Strauß führte in seinem Vortrag u.a. aus: „Die Forderung des Heimat- und Selbstbestimmungsrechtes ist ein legitimes Anliegen. Das Recht zu wahren und gleichzeitig die Hand zur Versöhnung zu reichen, ist der einzig gangbare Weg, der die Völker Europas in eine friedliche Zukunft in Freiheit und Menschenwürde führen kann."

Am Rande der beeindruckenden Kundgebungen und erhebenden Gottesdienste unter freiem Himmel konnten Landsleute sich immer wieder bei persönlichen Begegnungen herzlich begrüßen, und viele schöne Erinnerungen verbinden sich mit diesen Sudetendeutschen Tagen.

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Jean Paul

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