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weder Kirchentage noch Gewerkschaftskundgebungen können eine solche Beteiligung vorweisen. Der Sudetendeutsche Tag an Pfingsten als großes Volksgruppentreffen ist die größte Jahresveranstaltung des deutschen Volkes!
Diese beeindruckenden Demonstrationen mit den vielen Tausenden von Sudetendeutschen und ihren Nachkommen (in den ersten Jahrzehnten bis zu einer halben Million) finden in Ruhe und Ordnung statt. Zu keiner Zeit wurden Hetzreden gehalten, stets der Gedanke an Rache verneint und der Wille zur Versöhnung und zu einem guten Zusammenleben aller Völker und Minderheiten im Herzen Mitteleuropas in Frieden und Freiheit nach Beseitigung des angetanen Unrechts betont. Diese guten Absichten finden auch in den Leitsätzen, unter denen die Sudetendeutschen Tage stehen, ihren Niederschlag.
Der friedlichen Demonstration vieler Tausende Heimatvertriebener sind dank ihrer vorbildlichen Disziplin Krawalle und Übergriffe fremd, so daß der Einsatz von Ordnungskräften sich allein auf die Regelung des äußeren Verkehrsstroms beschränken kann.
In der Berichterstattung der Massenmedien über die Sudetendeutschen Tage jedoch blieb den Vertriebenen ein Verständnis für ihre Forderungen auf Rückgabe der alten Heimat und auf das Recht der Selbstbestimmung oder gar eine Anerkennung ihrer demokratischen Gesinnung leider weitgehend versagt. Nur zu gern üben sich Meinungsmacher im notorischen Verschweigen der Sudetendeutschen und ihrer Belange. Vielleicht wird ihr politisches Wohlverhalten als Schwäche ausgelegt und ist mit ein Grund dafür, daß ihre berechtigten Forderungen an den Verhandlungstischen der „Großen Politik" trotz aller Deklamationen bisher so wenig Beachtung fanden.
Mit der erprobten Beharrlichkeit unserer Vorfahren und mit viel Geduld werden wir nicht müde, das Recht auf unsere Heimat im böhmisch-mährischen Raum auch in Zukunft zu verfolgen und die Bemühungen um eine internationale Friedensordnung im zusammenwachsenden Europa, in dessen Mitte sich unsere Heimat befindet, im Geiste des Menschen- und Völkerrechts fortzusetzen.
Die sudetendeutsche Volksgruppe hat in mehr als vierzig Jahren nach ihrer Vertreibung bewiesen, daß sie im Rahmen der politischen Möglichkeiten jederzeit und nachdrücklich für ihre Interessen eintritt.
Sudetendeutsche Tage an Pfingsten von 1950 bis 1991
1. 1950 in Kempten
2. 1951 in Ansbach
3. 1952 in Stuttgart
4. 1953 in Frankfurt
5. 1954 in München
6. 1955 in Nürnberg
7. 1956 in Nürnberg
8. 1957 in Stuttgart
9. 1958 in Stuttgart
10. 1959 in Wien
11. 1960 in München
12. 1961 in Köln
13. 1962 in Frankfurt
14. 1963 in Stuttgart
15. 1964 in Nürnberg
16. 1965 in Stuttgart
17. 1966 in München
18. 1967 in München
19. 1968 in Stuttgart
20. 1969 in Nürnberg
21. 1970 in München
22. 1971 in Nürnberg
23. 1972 in Stuttgart
24. 1973 in München
25. 1974 in Nürnberg
26. 1975 in Nürnberg
27. 1976 in Stuttgart
28. 1977 in Wien
29. 1978 in Nürnberg
30. 1979 in München
31. 1980 in Stuttgart
32. 1981 in Frankfurt
33. 1982 in Nürnberg
34. 1983 in Wien
35. 1984 in München
36. 1985 in Stuttgart
37. 1986 in München
38. 1987 in Nürnberg
39. 1988 in München
40. 1989 in Stuttgart
41. 1990 in München
42. 1991 in Nürnberg
Unvergessen bleibt der Sudetendeutsche Tag unter anderen im Jahre
1954 in der Isarmetropole mit der Übernahme der Schirmherrschaft des Freistaates Bayern über die sudetendeutsche Volksgruppe;
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