Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Vyhnání z domova

Einsatzort wie auf einem Sklavenmarkt aussuchen;

- Haussuchungen mit Konfiszieren wertvollen Privatbesitzes;
- Abliefern von Radio- und Musikinstrumenten, Schreibmaschinen, Elektro- und Sportgeräten, Sammlungen aller Art, Schmuck- und sonstigen Wertgegenständen;
- Tragen von weißen Armbinden für jeden Deutschen (němec); lediglich die von den Tschechen als „Antifaschisten" anerkannten Deutschen trugen rote Armbinden, bekamen tschechische Lebensmittelkarten, durften ihre Wohnungen behalten und später mit der gesamten Einrichtung „aussiedeln";
- zeitweises Ausgehverbot zwischen Abenddämmerung und Tagesanbruch;
- Offenlassen von Haustüren bei Tag und Nacht;
- Nachtkontrollen unter Einsichtnahme der Ausweispapiere;
- Betreteverbot für den Wald;
- Verbot, ohne besondere Genehmigung die Stadt zu verlassen oder die Eisenbahn zu benutzen;
- Verbot, Gasthäuser oder Kino zu besuchen;
- Säubern des Flutbaches und Straßenkehren am Sonntag (während der Zeit der hl. Messe);
- Waschen der beschlagnahmten Autos mitten am Marktplatz;
- Abheben von nur kleinen Sparbeträgen erst mit Gesuch in tschechischer Sprache und nach Genehmigung durch den Gemeindekommissar;
- Schließung deutscher Schulen, Beschäftigung der jungen Deutschen als Hilfsarbeiter ohne Aussicht auf eine Berufsausbildung;
- Verbot von deutschen Büchern und Zeitungen und vieles andere mehr,

wobei die einzelnen Schikanen oft von der persönlichen Laune der meist selbsternannten tschechischen Kommissare abhingen, unter denen es arbeitsscheue oder gar kriminelle Elemente gab.

So feierten wir 1945 in Not und Elend unsere letzten Weihnachten in der Heimat.

Was würde mit uns im kommenden Jahr geschehen?

Die Maßnahmen der Tschechen machten das Leben der schutzlosen deutschen Bevölkerung zur Qual. In dem einst so stillen Städtchen gab es keinen Frieden mehr. Man konnte sich kaum auf der Straße sehen lassen. Denn wer untätig herumstand, wurde schnell von einem Aufpasser zu einer Arbeit gerufen. Das Stadtbild wurde allmählich fremd. Sämtliche deutschen Aufschriften und Firmentafeln waren durch tschechische zu ersetzen. Fremde Gesichter und fremde Laute ließen keine heimatliche Atmosphäre mehr aufkommen.

Auch einige Deutsche zeigten jetzt ihr wahres Gesicht. Mit Denunzierungen, Verleumdungen und Verrat wollte mancher auf Kosten seiner Mitbürger die eigene Haut retten, und die gesinnungsmäßige Anbiederung wirkte peinlich und beschämend. Immer mehr verdüsterte sich so das Bild der Heimat, und immer stärker empfanden wir, daß das Leben in unserer Stadt unter den rechtlosen und unwürdigen Verhältnissen unerträglich wurde und keine Zukunft mehr bot. Daher erschien uns die Ausweisung wie eine Erlösung, um der tschechischen Schreckensherrschaft möglichst bald zu entgehen.

Die Vertreibung

Als die militärische Niederlage des Dritten Reiches in den Kriegsjahren 1943/44 sich immer deutlicher abzuzeichnen begann, trafen die Alliierten auch Entscheidungen über das politische Vorgehen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Eine davon erwies sich für uns als verhängnisvoll: Auf Betreiben der tschechischen Exilregierung in London unter

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