Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Chvalozpěv na Slavkovskou Hub

Aber sie hat sich ihn durch Trug nicht etwa erworben
oder durch arge List, auch nicht, wie and're es pflegen,
durch verführende Düfte, durch Felle aus fernen Gebieten
oder durch Pfeffer und Safran, die weit aus dem östlichen Indien
zu uns kommen, nein, nur durch eigene Tugend und Arbeit,
da sie die weiten beschatteten Adern der Erde eröffnet
und die verborgenen Höhlen der finstersten Räume durchwandert.
Unter dem mächtigen Dache der Erde, da graben sie viele,
wohl unzählige Gruben und Höhlen von schrecklicher Tiefe,
daß sie gewißlich gar bald, so scheint es, die Häuser berühren
unserer Antipoden, vielleicht zu Pluto gelangen,
in das schwellende Reich, umspült von Phlegetons Fluten.
Aber vernehmet nun weiter! Dem Wanderer, welcher nach Schönfeld
eilt, steht langgestreckt ein steiler Rücken entgegen,
den sie die Hub dort heißen, der birgt unendliche Schätze
weißen Bleis, auf dem wir Deutsche die Nahrung verzehren
oder aus welchem wir trinken, von ständigem Durste bezwungen.
Dieses Gebirge nun hat die frommen Bewohner beglücket
und es zahlt ihre Mühen mit solchem reichlichen Lohn
durch so viele Jahre und so beständig, daß seines-
gleichen du nicht nennen mir kannst, noch zeigen, wiewohl doch
reich an unzähligen Bergen Germanien ist, die berühmt sind,
sei es an Gold, an Silber und jedem edlen Metalle.
Wohl gar vielen ward seitdem solch Reichtum beschieden,
die aus niederem Stand, von armen Eltern geboren,
jetzt an Schätzen vergleichbar sind dem lydischen Krösus,
und die waren einst arm, wohl ärmer als Irus, der Bettler;
also irrt das Glück umher mit unsicheren Schritten,
wandelbar, denn es drückt bald diesen, bald hebt es den andern
oder es stößt, wenn es will, denselben wieder ins tiefste
Unglück und bitterste Leid vom vollen Tische der Freuden,
ihm entreißend das Gut, mit dem es kürzlich begabt ihn. –
Aber treibt dich vielleicht die Lust, den Berg zu besteigen,
siehst du herrliche Dinge, die wert des Schauens und Lernens,
siehst du Werkzeug viel nach alten und neuen Modellen
und Baracken die große Zahl, oder nenne sie Zelte,
wo ein mächtiges Seil, von starken Pferden gezogen,
aus der Tiefe des Schachts zu des Berges Gipfel befördert,
schwer mit Erzen beladen, den Eimer in ständiger Arbeit.
Ferner siehst du Mühlen, Gewerke, Felsen und Dinge,
die zu benennen das Wort mir fehlt und die einst die Alten
niemals kannten. Du fragst dich erstaunt, wozu denn dies alles
diene und welchen Zweck mit diesem Werkzeug man anstrebt,
welchen Nutzen es bringt. – Jedoch gedulde ein wenig,
und gar bald siehst du, was nie zuvor du erschaut hast,
was an trefflicher Kunst in diesem Lande ganz neu ist:
Denn einfährt in die Höhlen Persephones mutig die Knappschaft
durch den Schacht und treibt dort Gräben und sprengt die Gesteine,

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