Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Pověsti domoviny – Krudum, poklady a černí mužové

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einer Wüstenei geworden und führte, selbst als es wieder aufgebaut war, noch den Namen „Wüstung".

Der Graf aber blieb für immer verschwunden.

Das Schloßgesinde irrte herrenlos umher und verlegte sich auf Diebereien; in dieser Zeit mag der Weg durch den Krudumwald den Namen „Diebsweg" erhalten haben.

In einer stürmischen Winternacht versanken die Ruinen der Burg samt ihren Schätzen, und von dieser Zeit an ist es auf dem Krudum nicht geheuer.

Das Krudumbarberl

Auf der Wüstung ließ viele Jahre nach dem Verschwinden des Krudumgrafen ein reicher Mann einen stattlichen Hof bauen. Er hatte ein einziges Kind namens Barberl. Eines Tages ging das Mädchen zum Krudum, um Buchnüsse zu sammeln. Müde geworden, legte es sich in das weiche Moos und schlief ein. Plötzlich fühlte es sich von einer zarten Hand berührt, erwachte und erblickte eine schöne, weißgekleidete Frau und ringsum einen herrlichen Garten voll farbenprächtiger Blumen und Früchte, in dessen Mitte ein Springbrunnen munter plätscherte. Bunte Vögel flogen umher, und Schmetterlinge gaukelten von Blüte zu Blüte. Barberl kam aus dem Staunen nicht heraus. Doch die weiße Frau gebot ihr mit milder Stimme zu folgen. Das Mädchen sah sich alle Herrlichkeiten des Gartens an, dann kamen sie in einen Laubengang, an dessen Ende ein wunderbares Schloß aus weißem Marmor stand. Die Tore waren aus Elfenbein geschnitzt und mit goldenen Schlössern versehen, das Dach mit blinkenden Talern gedeckt, und hinter den Fenstern hingen schwere seidene Vorhänge.

Die Frau führte Barberl hinein und ging mit ihm von einem Stockwerk zum anderen. Das Kind hatte alle Furcht verloren und bat sogar seine Begleiterin, ihm auch die unterirdischen Räume zu zeigen. Diese weigerte sich zuerst, dann gab sie nach, aber Barberl mußte feierlich versprechen, daß es dabei weder rede noch lache oder weine. Auf dem Wege steckte die Frau dem Kinde etwas in die Tasche. Voll Erwartung trat Barberl in das erste Gewölbe, und wie fühlte es sich enttäuscht! Die Wände und die Decke waren mit schwarzem Tuch verkleidet, auf dem silberne Sterne schimmerten. Mitten im Raume aber stand ein großer, schwarzer Sarg, um den vier silberne Leuchter brannten. Die weiße Frau trat zum Sarge, kniete nieder, verhüllte ihr Angesicht und fing an, herzerschütternd zu schluchzen. Barberl wußte nicht, wie ihm geschah, dann aber erfaßte es tiefes Mitleid, es vergaß sein Versprechen und brach auch in lautes Weinen aus.

Da tat es einen ungeheuren Knall, so daß das ganze Haus erzitterte. Barberl stürzte zu Boden, und wie es aus seiner Betäubung erwachte – war es allein mitten im Walde. Es glaubte zunächst, dies alles nur geträumt zu haben. Als es aber in die Tasche griff und ein großes, blankes Goldstück hervorzog, das ihm die weiße Frau heimlich zugesteckt hatte, überfiel es eine unsägliche Angst. Es lief, so schnell es die kleinen Füße tragen konnten, dem väterlichen Hofe zu.

Aber neuer Schrecken erfüllte es, waren doch die beiden Linden am Hoftor verschwunden, und unter der Haustüre spielten fremde Kinder. In der Wohnstube saßen unbekannte Menschen, und als es rief: „Ich bin doch das Hofbauer-Barberl, kennt Ihr mich denn nicht?", da lachten die Leute, und einer sprach: „Ei, wo kommst denn Du her? Dein Vater ist ja schon viele Jahre tot, und ich habe den Hof von ihm gekauft; erzähle doch, wo Du so lange gewesen bist, Du hast Dich ja sehr verändert!" Da sah Barberl in den Spiegel und erblickte darin ein altes, runzeliges Gesicht. Furcht und Schrecken ergriffen es, es floh in die Wälder, baute sich an einsamer Stelle eine Hütte, lebte von Beeren, Pilzen und Wurzeln und betrat nie mehr den elterlichen Hof.
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