Egerland, mein Heimatland**
Dort, wo das Erzgebirge uns lockt und traut begrüßt
und aus dem Bayernland das Band der Eger fließt,
dort, wo der Böhmerwald von fern herüberblaut,
der dunkle Kaiserwald auf lichte Fluren schaut,
wo jeder emsig schafft in stolzer Bauernkraft,
da ist mein Heimatland, mein trautes Egerland!
Hier lebt noch unverfälscht ein derber Menschenschlag,
erklinget froh das Lied nach hartem Arbeitstag,
ist man gut deutsch und treu und allzeit hilfsbereit,
und gilt der Handschlag noch so wie in alter Zeit.
Auch klingt noch wundertraut der Mundart süßer Laut
in meinem Heimatland, dem trauten Egerland!
Wo manche kühne Burg auf hohem Felsen thront
und in der Staufenstadt der Stolz der Ahnen wohnt,
die Kulmer Kirche ragt, der heiße Sprudel springt,
wo aus dem tiefen Schacht des Bergmanns Schlägel klingt
und wo der Landschaft Pracht das Auge trunken macht,
da ist mein Heimatland, mein trautes Egerland!
Josef Hofmann
An Schlaggenwald
Schlaggenwald, liebtraute Heimat,
Hunderte von Jahren alt,
vieler Generationen
deutscher Menschen Aufenthalt.
Harte, fleiß'ge Ahnenhände
bauten Dich mit Liebe auf.
Diese Liebe wirket dauernd
fort in der Geschlechter Lauf.
Höchste aller Deiner Zierden:
„Tugend und Gerechtigkeit."
Davor ist auch Gott zu loben
immerfort durch alle Zeit.
Liebevoll gedenk' ich Deiner
dunklen Wälder, grünen Flur,
engen Gäßchen, stillen Winkel,
lieben Menschen Frohnatur.
Was ich singe auch für Weisen,
Heimatliebe ist der Quell,
der in zauberhaftem Wallen
Lieder sprudelt silberhell.
Steigt herauf, Ihr Heimatlieder,
aus der Seele tiefster Ruh',
traget meinen Gruß der Treue
aus der Fern' der Heimat zu.
Alois Schloßbauer
Tout mã 's selwã aa schu ãnt ...
Maisãrlst(ü)ll is in Zimmã, fängt mei Vãttã z' riãdn uã,
vã dã Heimãt, döi i nimmã miã suã richtig vüãstölln kuã.
Bin i doch mit võiã Gãuhãn nuch uã Muttãs Kiedl ghängt,
wöi mã d' Heimãt hãm vãlãuãn – woos ho ich miã dãu schu denkt!
Heint, heint tou ich nuã suã lauschn, tout mã vã dãham dãz(ü)hln,
häiã 's Heimãtbachl rauschn, siãh mi af dã Wies'n schp(ü)ln.
Siãh dees Haisl, woos uns ghäiãt, u dees schöinã Gartãrl drãã,
wãu uns nöimãts hãut grãuß gschtäiãt, wal's ebm unnã Haisl wãã!
„Jã, dees wãrn hãlt schöinã Zeit'n", sãgt mei Vãttã jedãsmãl,
„heint moußt di mit 'n Leit'n streit'n wechã jed'n Quãrk schu bãl."
Wãã dãham aa niãt ãll's Buttã, tout mã 's selwã aa schu ãnt,
wöi ãn Vãttã, wöi dã Muttã, nãuch dãham, nãuch 'n Echãlãnd!
Nach Josef Weitzer (Original in Egerländer Mundart)
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