Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Školství

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des Theogni; ferner Stilübungen, Religionslehre, Lesung des Evangeliums im griechischen Text mit Erklärungen, Arithmetik, Logik, Poesie und Rhetorik sowie Musik als Choralgesang.

Großes Gewicht legte man dabei auf eine einheitliche Unterrichtsmethode.

Im Jahre 1584 erbot sich der Pfarrer, auch die hebräische Sprache zu lehren.

Der Schulunterricht erfolgte mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen täglich von 7 bis 10 Uhr und von 1 bis 4 Uhr. Mittwoch- und Samstagnachmittag waren frei. Zweimal im Jahr wurden Prüfungen abgehalten, die eine zu Georgi (23. April), die andere zu Michaelis (29. Sept.).

Da sich um das Jahr 1590 „Lässigkeiten" im Schulwesen bemerkbar machten, traten die Kapläne Knod und Weigel am 17. Mai 1590 in einer Ratssitzung gegen diese Mißstände auf.

Am 13. Juni 1596 wurde allen „Schulbediensteten" eine neue Fassung der von ihnen zu beachtenden Pflichten ausgehändigt und in 18 Artikeln alle Einzelheiten festgelegt, die strengstens zu befolgen waren.

Wie fortschrittlich die Ratsherren damals waren, geht aus folgender Bestimmung hervor: Die Lehrer sollen sich gegen die Schüler „fein sittsam schulmeisterlich" und nicht „polterisch und zornhaftig erzeigen". Dem Baccalaureus Bernhard Jahn legte man schon 1592 ans Herz, der Knaben „ingenia (angeborenes Wesen, Charakter) in Acht zu nehmen, da sich manches weit eher mit Worten als mit Ruten strafen läßt".

Während die Lateinschule allseits großes Ansehen genoß, zogen sich mit der beginnenden Gegenreformation am politischen Himmel dunkle Wetterwolken zusammen. Obwohl sich Schlaggenwald am böhmischen Aufstand 1618 nur mäßig beteiligte, nahm Kaiser Ferdinand II. im Jahre 1624 der Stadt die Herrschaft über Petschau weg. Dies und der durch die Kriegsverhältnisse verursachte Niedergang des Bergbaus führten den völligen Ruin der Stadt herbei. Sie war nicht mehr imstande, die Lateinschule zu erhalten. Im Jahre 1624 wurde die protestantische Pfarrkirche gesperrt, und bald darauf begann die Vertreibung der evangelischen Geistlichen und Lehrer.

Der katholische Hauptmann Vahel forderte die evangelischen Lehrer zur „Ausübung" katholischer Gesänge auf und drohte:

„Wer nicht den Beichtzettel vorlegt, ist rechtlos im vollsten Sinne des Wortes." Da diese aber nicht zum katholischen Glauben zurückkehren wollten, stellte er am 18. September 1624 den Lehrern die Besoldung ein. Daraufhin legte am 20. September der Rektor Sebastian Fürgang die Schulschlüssel „auf den Ratstisch".

Nun setzte das k.k. Oberamt einen katholischen Rektor und katholische Lehrer ein, die aber bei dem Widerstand der Mehrheit der protestantischen Bevölkerung nicht lange durchhielten und die Stadt wieder verließen. Außerdem wurde die Bereitschaft der Bürger, ihre Kinder in die Schule zu schicken, immer geringer; auch der Besuch auswärtiger Schüler nahm ab. So löste sich die einst so bekannte Lateinschule auf.

Im Februar 1625 verließen alle evangelischen Lehrer und viele Bürger die Stadt.

Die eher spärlichen Geschichtsquellen gewähren keinen Einblick in das Leben und Wirken von Schülern, die in Schlaggenwald die Lateinschule besuchten. Zwei Männer indes verdienen hervorgehoben zu werden:

Christoph Crinesius, Prediger und Orientalist, und

Zacharias Theobaldus, Geschichtsschreiber, Mathematiker und Astronom.*)

*) Siehe Beitrag „Bedeutende Männer aus Schlaggenwald".

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