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gemäße Überwachung durch die Geistlichen.
Um dem ständigen Platzmangel abzuhelfen, ließ Hans Pflug von Rabenstein bei der Erweiterung der St. Georgskirche ab 1525 das Schulhaus an der Kirchstaffel bauen. Ursprünglich war es ein großangelegtes, zweistöckiges Gebäude. Nach dem Abtragen des zweiten Stockwerkes wurde 1872 ein turmartiges Stiegenhaus angebaut und das geräumige Vorhaus mit Lehrzimmern eingerichtet. So genügte es den schulischen Ansprüchen bis zum Jahre 1883.
Dieses Gebäude, nach dem Bau des Mädchen- und Knabenschulhauses allen Schlaggenwaldern als „Alte Schule" bekannt, diente später als Unterkunft für verarmte Bewohner.
Wie im kirchlichen Bereich, machten sich die Auswirkungen durch die Reformation auch auf dem Schulsektor bemerkbar. Im Jahre 1530 waren die Stadt und die umliegenden Ortschaften bereits evangelisch. Die Katholiken hatten keinen Einfluß mehr. Im Jahre 1532 verließ der katholische Stadtpfarrer Paulus Koch den Ort. Die Stadtpfarrkirche und die Leitung der Schule gingen in evangelische Hände über.
In der Zeit der Reformation und der Blütezeit des Bergbaues erfreute sich Schlaggenwald eines hohen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs. Da man dabei auch viel dem gutausgebauten Schulwesen verdankte, war man bemüht, die deutsche Schule weiter zu fördern und Verbesserungen einzuführen.
Nach dem Klagebrief, der ältesten erhaltenen Urkunde eines evangelischen Lehrers um 1532 über die Schulverhältnisse, wurden im Jahre 1536 in einem Bestallungsbrief wesentliche Verbesserungen festgehalten. Im selben Jahr erfolgte in Gegenwart des Bürgermeisters, des Richters und des Pfarrers die Anstellung des Schulmeisters Jakobus Braun, gleichzeitig mit der Regelung seiner Besoldung.
Aus den Bemühungen dieses Schulmeisters Braun geht hervor, wie sehr die Leistungen der deutschen Schule angehoben wurden, die es schließlich ermöglichten, neben der deutschen Schule die Lateinschule aufzubauen.
Im Jahre 1544 führte man die arabischen Ziffern ein, um den Rechenunterricht zu fördern und zu erleichtern. So konnte die deutsche Schule fast hundert Jahre lang die Bildungsbedürfnisse der Bürger befriedigen.
Dieser Zustand wurde durch die langandauernden Kriegswirren während der Gegenreformation beendet. Die evangelische deutsche Schule wurde aufgelöst. Sie sollte wieder katholisch werden. Das war mit großen Schwierigkeiten verbunden, denn die evangelischen Eltern wollten ihre Kinder nicht in die katholische Schule schicken, und der Schulbesuch war ja freiwillig. Außerdem gab es nach dem 30jährigen Krieg keine ausgebildeten katholischen Lehrkräfte mehr.
Diese Übergangszeit zog sich über Jahre hin, bis der k.k. Hauptmann Vahel die Gegenreformation zunehmend mit größerer Härte durchsetzte. Im Interesse der Bürger und der Stadt drängten die Ratsherren die Eltern, ihre Kinder nun doch zur Schule zu schicken. So konnte nach einigen Jahren der Schulbesuch wieder normal verlaufen.
Die Lateinschule
Die mächtige wirtschaftliche Entwicklung im 16. Jh. trug neben der geistigen und religiösen Regsamkeit auch dazu bei, das städtische Schulwesen zu verbessern.
Aus einer Angabe des Schulmeisters der deutschen Schule, Jakobus Braun, wird ersichtlich, daß er die älteren Schüler neben den „Elementargegenständen" Katechismus, Lesen, Schreiben und Rechnen bereits in die lateinische Sprache einführte. Er forderte die Eltern auf, ihre Kinder zur Erlernung dieser Sprache anzuhalten, und bat den Rat, daß auch der Pfarrer die Eltern dazu ermahne. Am Sonntag übersetzte man das Evangelium ins
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