Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
/ 464
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 306
Církevní dějiny Horního Slavkova – kostel sv. Jiří, věž, děkanství, reformace, hřbitov a kaple

Im Jahre 1687 wurde die Kapelle baufällig und vom Bürger Bernhard Georg Meier erneuert. Nach der Gründung der Josephi-Bruderschaft erhielt sie den Namen Josephikapelle. Obwohl schon 50 Jahre nach der Übernahme erneuert, hat man sie, wegen des ausgehöhlten Untergrundes baufällig geworden, später wieder neu gebaut und beträchtlich vergrößert. Da die Bruderschaft „Hub" dafür 150 Gulden spendete, erhielt sie den Namen „Kapelle der Bruderlade auf der Hub". Sie verfügte über einen Turm mit einer Glocke, über Kirchenstühle, einen Altar und einen Predigtstuhl.

Die Bruderlade der Knappschaften von Schönfeld und Schlaggenwald war sehr fortschrittlich eingestellt. Jeder Bergmann mußte zwei Kreuzer von seinem Wochenlohn einzahlen. Aus diesem Fond erhielt in der Mitte des 17. Jhs. jedes Mitglied höheren Alters oder bei Arbeitsunfähigkeit täglich 20 Kreuzer und im Todesfall 5 Gulden für Begräbniskosten. Die Witwen bekamen täglich 20 Kreuzer.

Mit der Auflassung des Bergbaues wurde die Kapelle gesperrt und 1880 abgetragen. Ein Teil des figuralen Altarschmuckes wurde in das Stadtmuseum gerettet.

Die Korpus-Christi-Kapelle wurde im Jahre 1736 an Stelle eines alten Holzhauses unterhalb des Kugelhofes in der Nähe der Friedhofsmauer errichtet, und zwar zur Sühne für ein am 19. März 1702 verübtes Sakrileg. Es handelte sich um den Raub der heiligen Gefäße aus dem Tabernakel der St. Georgskirche. Wandfresken deuteten die Entstehungsgeschichte und stellten den Raub und die Wiedergewinnung der verstreuten Hostien dar. Außerdem gab ein Bild den im Jahre 1666 vom Oberamtsverwalter G.F.F. Schindler gestifteten Altar der St. Georgskirche wieder, der dem im Jahre 1784 errichteten und noch heute bestehenden Altar weichen mußte.

Die Kapelle St. Joseph ließ im Jahre 1687 der Adelige Leonhard Mayer außerhalb der Stadt am Kohlinger Steig (Richtung Falkenau) erbauen. Sie hieß die „große" Kapelle, weil in 100 Meter Entfernung die kleinere Josephikapelle errichtet wurde, ursprünglich eine Marienkapelle. Vielen war diese auch als St. Annakapelle bekannt.

Die kleine Marienkapelle, nach dem Grundbesitzer als „Hahnkapelle" bekannt, steht rechts von der Straße Schlaggenwald–Schönfeld gegenüber der alten Schmelzhütte (Schindelfabrik) oberhalb der Eisenbahnbrücke am Hang neben dem Flutbach. Der Bau erfolgte wahrscheinlich Anfang des 18. Jhs. Im Inneren befindet sich eine Marienfigur mit dem Jesuskind. Der Eingang ist mit einem Holzgitter abgeschlossen.

Diese Kapelle blieb den Kindern vom Hubhof und der Hub besonders in Erinnerung. Auf dem langen Schulweg gingen sie bei schönem Wetter nicht auf der Straße, sondern auf dem schmalen Weg am Flutbach. Übermütig und sich gegenseitig anfeuernd, sprangen sie um die Wette über den Bach und holten sich dabei oft nasse Strümpfe und Hosen. Wenn die lustige Schar dann bei der Hahnkapelle vorbeikam, wurden alle wieder ruhig und schauten, fromm geworden, hinein. Dann eilten sie zielstrebig weiter in die Schule.

Die Kapelle Johann Nepomuk ließ der Hofbesitzer Georg Trum aus Leßnitz erbauen.

Statuen

Die Dreifaltigkeitsstatue oder Pestsäule

Nach dem ersten Wüten der Pest in den Jahren 1582–84 (und ihrem neuerlichen Auftreten im Jahre 1607) wurde um 1600 die Dreifaltigkeitsstatue am Aufgang zur St. Georgskirche errichtet. Auf einer massiven, runden, hohen Granitsäule wird das aus Stein gehauene Dreifaltigkeitsbild auf dem Kapitell getragen (Kapitell, veraltet Kapitäl, ist der obere Säulenabschluß). Die Darstellung lehnt sich an die Pietà Michelangelos an, nur daß hier Gottvater den Sohn als Gekreuzigten im Schoße hält. Die Säule selbst ruht auf einem steinernen Postament. Die vier Seiten des Sockels zeigen die Figuren der Heiligen Florian,

věta pokračuje na dalším listu ⟶

list 306 z 464
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.