Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Církevní dějiny Horního Slavkova – kostel sv. Jiří, věž, děkanství, reformace, hřbitov a kaple

1914: Einwohner: Die Stadt 3687, mit den Dörfern 5860. Nichtkatholiken 33, Israeliten 19. Dechant: Emanuel Hoyer – Kaplan: Karl Lang. St. Anna: wie vor;

1934: Einwohner: Stadt 3061, mit Dörfern 5089, Nichtkatholiken: Stadt: 227, mit Dörfern 319. Dechant: Josef Bühl – Kaplan: Wenzel Schaffer. St. Anna: Katechet Rudolf Schmitt, geb. 23.11.1878 in Luditz, seit 1917 Katechet in Schlaggenwald, gestorben am 2.1.1960. Letzte Ruhestätte im Schatten der Dekanalkirche;

1936: Wie 1934. Kaplan: Johann Schmutzer;

1938: Wie 1936. Kaplan: Karl Merth;

1940: Wie 1938. 1. Kaplan: Anton Pinzka; 2. Kaplan: Nepomuk Wommes.

Die evangelische Kirche

Die evangelischen Christen hielten ihren Gottesdienst ursprünglich in einem Raum der „Alten Schule" ab. Da die Zahl der Protestanten zunahm, kam es durch freiwillige Spenden der evangelischen Kirchengemeinde zum Erwerb der Veranda des Lochschmidt-Gasthauses am Graben. Diese wurde 1932 zu einem Gotteshaus ausgebaut. Den Entwurf fertigte unser Landsmann Architekt Ing. Ernst Neidhart kostenlos an. Das Innere der kleinen Kirche war hell und freundlich, die Ausstattung einfach und würdevoll. Auf dem Altar befanden sich neben dem Kreuz zwei Zinnleuchter der Zinngießerei Hanika in Schlaggenwald. Links neben dem Altar stand der Taufstein.

An der Vorderwand im zweiten Raumteil befand sich ein Gemälde mit einer Darstellung des hl. Christophorus, welche die Auferstehung Christi versinnbildlichte. Dieses Gemälde stammte vom akademischen Maler Emil Stefan von der Porzellanfabrik.

Kapellen

Die Bergleute waren bei ihrer schweren Arbeit im unheimlichen Dunkel der Stollen und Schächte großen Gefahren ausgesetzt. Da viele von ihnen verunglückten, suchten sie als gläubige Christen Schutz und Hilfe bei ihren Heiligen und den himmlischen Mächten.

So wurden überall dort, wo der Bergbau Fuß faßte, Bethäuser und Kapellen errichtet, die sich je nach Bevölkerungsveränderung auflösten oder zu Kirchen entwickelten. An einigen Plätzen stellte man zum Gedenken Statuen auf.

Die St. Niklaskirche, die von Bergleuten in unbekannter Zeit am Fuße des Krudums bei dem Dorf Dreihäuser errichtet wurde, war wohl die älteste Kirche im Umfeld der Stadt. Mit der Verlegung des Bergbaues nach Schönfeld und Schlaggenwald verminderte sich die Zahl der Bergarbeiter und damit die Bedeutung der Kirche. Als sie herrenlos wurde, hat man sie schließlich abgerissen.

Die Kapelle zu St. Philippus und Jakobus auf der Hub, urkundlich am 21. Februar 1675 vom Erzbistum in Prag erwähnt, war sicher schon viel älter. Wie in der Überlieferung festgehalten, befand sie sich in der Nähe des Brummeißlhauses, also beim Eingang von der Straße Schlaggenwald – Schönfeld in die Pinge. Das Brummeißlhaus, als „Steigerhäusl" bekannt, bezeichnete man als das Bethaus. Es wurde von den Bergleuten vor der Einfahrt in die Schächte und nach ihrer glücklichen Rückkehr häufig aufgesucht.

Am ersten Maisonntag wurde das Bergfest, auch Hubfest genannt, ausgiebig gefeiert. Der Dechant hielt in der Kapelle ein Hochamt. Anschließend fand eine feierliche Prozession statt. Die Bergleute rückten in Parade aus und trugen ihre Fahnen voran. Auf dem an der Außenseite der Kapelle angebrachten Predigtstuhl hielt der Geistliche der auf dem Rasen versammelten Schar eine Predigt. Danach boten die Frauen an Verkaufstischen kleine runde Quarkkuchen als besonderes Gebäck an.

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