Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Církevní dějiny Horního Slavkova – kostel sv. Jiří, věž, děkanství, reformace, hřbitov a kaple

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erbauten Oratoriums (dem späteren Nebenraum der Sakristei), danach in der linken Friedhofsmauer neben dem Dechanteitor.

Der Grabstein in der westlichen Kirchhofmauer mit einem in Bronze gegossenen Epitaph für Elias Günther aus dem Jahre 1607.

Der Grabstein des Zehentgegenhändlers Achatius Trötscher und seiner Ehegattin Helene. Das Denkmal stand früher in der Friedhofsmauer beim oberen Tor unterhalb des Glockenturms; später befand es sich im Museum.

An der Nordwand des Presbyteriums steht das Grabmal (mit knieendem Engel neben dem Grabstein) des k.k. Bürgermeisters Wenzl Haas (28.4.1770 bis 13.10.1830) mit seiner Ehegattin Therese.

In der Südwestecke des Friedhofs steht die Denkmalgruppe der Familie Lippert. Georg Lippert war Stadtwundarzt und der Besitzer der k.k. Porzellanfabrik in Schlaggenwald.

Unter den Grabkreuzen aufgelassener Gräber befindet sich das gußeiserne Denkmal des Geschichtsforschers Anton Kohl mit der Inschrift: „Hier ruhet Anton Kohl, Historiker und Mitbegründer des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen – geb. Schlaggenwald 14 Dec. 1837, gest. 9 Juni 1862."

An der Friedhofsmauer hinter dem Presbyterium steht das Denkmal (kleiner Obelisk) des Schlaggenwalder Malers Hölperl. Inschrift: „Hier ruhet in Frieden Anton Hölperl, Kunstmaler/geb. 7. Juni 1820 – gest. 7. Sept. 1888."

Er war Schüler des Porzellanmalers Wenzl Reif, arbeitete in der Porzellanfabrik in Chodau und Altrohlau und ließ sich 1851 in Karlsbad und 1853 in Prag nieder. Dort starb er 1888. Im städtischen Museum befinden sich von ihm zwei Bilder: „Unbekannte alte Dame" und „Unbekannter Herr".

Außerhalb der Kirche gehört zur Friedhofseinrichtung ein großes Kruzifix in einem Anbau der Südwand des Langhauses. Es ist eine Holzskulptur vom Meister der Ölberggruppe. Es soll vor dem Jahre 1788 im Triumphbogen der Kirche gehangen haben.

Der Türmer

Der letzte Türmer war eine Frau. Von 1921 bis 1946 wachte die beliebte Gassner Hanni (verehelichte Kunzmann) über der Stadt. Sie wohnte mit ihrer Familie auf dem 32 Meter hohen Kirchturm, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen des Ortes.

Jeder Schlaggenwalder hatte als Kind den Wunsch, einmal den Turm zu besteigen und die Türmerfamilie zu besuchen. Eine enge, schmale Holztreppe führte in vielen Windungen im Inneren des Turmes hinauf. Mit jeder Stufe erhöhte sich das dumpfe, monotone Ticken der großen Turmuhr, deren Zuggewichte in den tiefen Schacht hinunterhingen. Die Uhr war in einem besonderen Raum untergebracht und mußte vom Türmer mit einer großen Kurbel aufgezogen werden.

Die Tätigkeit des Türmers war genau festgelegt.

Aus der früheren Bergarbeiterzeit, in der eine hellklingende Glocke die Ein- und Ausfahrt der Bergarbeiter ankündigte, blieb der Brauch erhalten, die Glocke vormittags um 11 und 12 Uhr und abends um 7 und 8 Uhr zu läuten.

Neben diesem stadtbekannten „Elferglöckl" gab es noch die große Stundenglocke. Wenn die Turmuhr die jeweilige Stundenzahl mechanisch angeschlagen hatte, mußte der Türmer tagsüber die einzelnen Stunden mit der großen Glocke nachschlagen. Daher reichte der Strang der Stundenglocke bis in die Türmerwohnung.

Neben der Zeitangabe hatte der Türmer die Aufgabe, das Stadtgebiet bei Tag und Nacht zu beobachten. Sobald er ein Feuer entdeckte, mußte er die Bewohner mit seinem großen, trichterförmigen Sprachrohr alarmieren.

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