[obr] Bronzeepitaph des Achatius Trötscher und Frau Helene, 1575
Grabstein-Bronzeepitaph des Zehentgegenhändlers Achatius Trötscher und seiner Gattin Helene aus dem Jahre 1575.
Das Denkmal stand früher in der Friedhofsmauer nächst dem oberen Tore unterhalb des Glockenturmes. Später befand es sich im Museum.
Die Steinplatte (Sandstein), 80 cm hoch, 67 cm breit, ist mit einer Rahmenleiste umfaßt und führt die Worte „DEO SOLI GLORIA". In den Stein ist eine Bronzeplatte, 57,5 cm hoch und 41,4 cm breit, vermutlich Nürnberger Arbeit, eingelassen. Das saubere Gußwerk trägt im oberen Teil, von einem Blattkranz umschlossen, das Wappen des Verstorbenen und geflügelte Engelsköpfchen als Zwickelfüllungen. Unterhalb schließt sich in einem Rollwerksrahmen die Grabinschrift an:
„A(nn)o 1579 den 20 ten Mait ist in gott seliglich verschieden der erbar ehrenveste Achatius Trötscher, bürger allhier, dem gott und uns allen gnedig sein wollte, amen. Anno 1575 den 29 ten August ist in gott seliglich verschieden die ehrbare und tugendsame frawe Helene, obbemelts Achatii Trötschers ehelich hausfraw, ein geborene Mulzin, der gott und uns allen gnedig sein wollte, amen."
Bemerkung: Archivar und Kenner des Stadtarchives, Dir. i. R. R. Prosch, schrieb in der Geschichte der einst kaiserlich freien Bergstadt (1938, S. 21/22), daß die Adelsfamilie Trötscher in Schlaggenwald lange Zeit die an Ansehen, Einfluß und Reichtum bedeutendste war und eine große Rolle in der Verwaltung der Stadt spielte. Mitglieder der Familie traten auch zeitweise als kaiserliche Beamte hervor.
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