Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Církevní dějiny Horního Slavkova – kostel sv. Jiří, věž, děkanství, reformace, hřbitov a kaple

Südseite auch der Friedhof angelegt. Mit dem Neubau der St. Georgskirche durch Hans Pflug von Rabenstein in den Jahren 1520 bis 1525 wurde um den Friedhof eine Mauer errichtet.

Wie die „Kämmereirechnung" eines Quartals aus dem Jahre 1549 belegt, mußte die Stadt neben der Bezahlung des Pfarrers, Türmers, Organisten und Lehrers viel Geld für die Errichtung der Friedhofsmauer aufbringen.

Zuerst wurde der sogenannte untere Friedhof angelegt, später, beim weiteren Anwachsen der Bevölkerung, der durch Treppen getrennte obere Friedhof auf dem Glockenberg. Dort befindet sich der einstöckige Glockenturm mit dem angebauten Totenhaus, ein einfacher Steinbau mit hohem Zeltdach, der aus dem 16. Jh. stammt.

Das Holzgerüst der Glockenstube wurde im Jahre 1540 eingebaut. Das Baudatum ist im oberen Tragbalken der Glockenlager eingeschnitten.

Die Glocken am Glockenturm

Die Georgsglocke. Ihr Durchmesser im Schlagkranz beträgt 1,36 m, ihre Höhe 1,35 m. Als Schmuck befindet sich unter der Haube ein dreiteiliges Band, das von Reifen gesäumt ist. Im mittleren Bandstreifen werden vier Szenen des verlorenen Sohnes dargestellt. Das Glockenfeld trägt als großes Emblem das Stadtwappen. Sie wurde im Jahre 1576 vom Meister Gregor Albrecht wahrscheinlich in Schlaggenwald gegossen.

Die kleine Katharinenglocke, Durchmesser 0,94 m, hat Hans Friedrich Meyer aus Joachimsthal gegossen. In einem Schriftband unterhalb der Haube stehen die Jahreszahl 1612 und der Psalm 104.

Die Donatusglocke, auch von Meister Gregor Albrecht, wurde 1916 zur Kriegsmetallsammlung eingezogen.

Außerhalb der Friedhofsmauer stand am Wege nach Rabensgrün das Haus des Totengräbers.

Auf dem Friedhof gab es auch eine Abteilung für Kindergräber, ein kleines Urnenfeld (auch „Urnenhain" genannt) und an der Mauer beim Glockenturm (hinter dem Haus des Friedhofswächters) einen Platz für Selbstmörder. Letztere wurden abgesondert, weil sie sich außerhalb des christlichen Glaubens gestellt hatten.

Nach einer Bestimmung der kgl. böhmischen Kammer in Prag aus dem Jahre 1713 durften die Toten nicht mehr im offenen Sarg, nur mit einem Tuch bedeckt, zur Kirche getragen werden.

Die reiche Geschichte Schlaggenwalds läßt es verständlich erscheinen, daß es bedeutende, künstlerisch wertvolle Grabsteine und Statuen angesehener Bürger gab, die in der Nähe der Kirche oder an der Friedhofsmauer ihre letzte Ruhe fanden.

Epitaphien außerhalb der Kirche

Ein Relief, ein Fragment aus einem verlorengegangenen Grabstein des 16. Jhs., mit der Darstellung der Auferstehung Christi: Der Heiland entsteigt dem Grabe. Es ist im Giebel des Eingangs zur Turmstiege eingemauert.

Ein Epitaph eines unbekannten 50jährigen mit seiner Gemahlin Rebécca, geborene Kadnerin von Greiffeneck.

Ein weiteres Epitaph aus rotem Marmor, dem der obere Teil und der Fuß fehlen. Die Inschrift ist völlig abgescheuert.

An der Nordseite der Pfarrkirche ist das Epitaphium des Schlaggenwalder Bürgermeisters Hans Köppel (2,35 x 1,18 m) aus rotem Marmor angebracht. Die Inschrift ist verwittert.

Der Grabstein des Georg Häßler (2,1 x 1,24 m), Bergamtsverwalter, geadelt am 9. März 1559, gestorben am 24. Oktober 1561. Er stand ursprünglich an der Stelle des später

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