Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Z dějin naší rodné obce

Verwaltungen (Bahn, Post, Gendarmerie) wurden alsbald die deutschen durch tschechische Bedienstete ersetzt.

Deutsch blieb die Amts- und Unterrichtssprache, amtliche Vordrucke lagen zweisprachig auf.

Die Sudetendeutschen konnten sich noch nicht mit der Zugehörigkeit zur Tschechoslowakei anfreunden. Sie beriefen sich auf das vom Präsidenten Wilson proklamierte Selbstbestimmungsrecht aller Völker und richteten Denkschriften an den Völkerbund. Dann kam der 4. März 1919. Als Protest gegen die gewaltsame Verhinderung der Teilnahme sudetendeutscher Parlamentarier an einer Sitzung der Wiener Nationalversammlung ruhte an diesem Tage im Sudetenland jede Arbeit. Die Sozialdemokraten an der Spitze, hatten sämtliche Parteien dazu aufgefordert, für das Selbstbestimmungsrecht und damit für die Zugehörigkeit zu Deutschösterreich zu demonstrieren. Die Kundgebungen verliefen diszipliniert und ohne Provokationen ab. Als dann die Menschenmassen nach Hause strömten, schossen tschechische Soldaten in die Menge. In Eger, Arnau, Karlsbad, Kaaden, Mies und anderenorts kamen 54 Männer, Frauen und Kinder ums Leben.

Der Rumpfstaat Österreich mußte im Vertrag von St. Germain (10.9.1919) u.a. auf den Namen Deutschösterreich und die Zuordnung des Sudetenlandes verzichten.

Im Juni 1919 fand die erste Gemeinderatswahl statt. Lebenserfahrene Männer nahmen die Geschicke der Stadt in die Hand.

Die Einwohner waren zum größten Teil in den Porzellanfabriken und in der Lederfabrik beschäftigt. Ein kleinerer Teil lebte von Gewerbe und Landwirtschaft. Die Lebensverhältnisse normalisierten sich in den folgenden Jahren, die Betriebe wiesen gute Beschäftigung auf. Die 1924 in Deutschland und Österreich herrschende Geldentwertung wirkte sich auf den neuen Staat nicht aus.

Im Jahre 1925 wurde die Lokalbahn Neusattl–Schönwehr verstaatlicht. Die Stadt erhielt für ihren Aktienanteil keine Entschädigung. 1926 wurde für Arbeiter und Angestellte die Invaliden- und Rentenversicherungspflicht eingeführt.

Obwohl es im Ort kaum tschechische Kinder gab, entstand 1929 eine tschechische Schule. Durch Zuwendungen gelang es, einkommensschwache deutsche Eltern dafür zu gewinnen, ihre Kinder in diese Schule zu schicken.

Durch die Weltwirtschaftskrise nahm 1930 auch in der ČSR die Arbeitslosigkeit zu. Nachdem die Industrie vorwiegend in den deutschen Siedlungsgebieten lag, machte sie sich hier besonders bemerkbar. Sie rief auch Unzufriedenheit mit den politischen Verhältnissen hervor.

Das Ausbleiben staatlicher Hilfen für die im deutschen Gebiet ansässigen Betriebe in den folgenden Jahren steigerte den Unmut unter der Bevölkerung.

1932 wurde am Unteren Graben eine ehemalige Gasthausveranda zu einer evangelischen Kirche umgebaut.

Getragen vom politischen Umschwung in Deutschland (1933), getrieben von der schlechten materiellen Lage vieler Menschen und dem uneinsichtigen Verhalten der Prager Regierung, fand die Sammlungsbewegung Henleins unter den Sudetendeutschen regen Anklang. Sie formierte sich ab 1934 zunächst als „Sudetendeutsche Heimatfront" und dann als „Sudetendeutsche Partei" (SdP).

Da die Prager Regierung nichts zur Beseitigung unerträglicher Notstände unternahm, erzielte die SdP bei den Senats- und Parlamentswahlen 1935 – auch in Schlaggenwald – das höchste Stimmenergebnis aller Parteien.

Die Durchgangsstraße von der Neustadt bis zur Malzmühle wurde 1935 neu gepflastert (Notstandsmaßnahme). Werbung im Fremdenverkehr sollte unsere Bergstadt als

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