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unterbleiben, weil sonst die Daunenhäufchen aufflogen. Fleißige Hände waren gefragt. Dafür trug die Gastgeberin zu vorgerückter Stunde Kaffee und Kuchen auf. Das Erzählen von Neuigkeiten und Musizieren boten etwas Abwechslung bei der gleichförmigen Arbeit. Ab und zu spielte ein Seff oder Fränz zum Schluß noch zum Tanze auf. Da es damals keine Tanzschulen gab, konnten die jungen Leute dabei manchen Tanz erlernen. Die „Federleech", das Ende der mühevollen Kleinarbeit, feierte man bei Kuchen und Punsch.
Wenn die „Saison" des Federnschleißens in den Stuben beendet war, schnitt man alte Kleidung und Stoffreste in Streifen, nähte diese an den Enden zusammen und wickelte sie zu großen Kugeln auf. Der „Bandlwirkā" fertigte daraus maßgerecht bunte Auslegeware, unsere sog. „Bandlploān" (Fleckerlteppiche), die wir scherzhaft auch die „Perser des kleinen Mannes" nannten. Sie begleiteten uns auch noch bei der Vertreibung, an den Seiten zusammengenäht, als geräumige Säcke zur Beförderung unserer Habseligkeiten.
War gegen Ende Januar in frostklirrenden Winternächten auf dem Großen Teich dickes Eis gewachsen, ließ die Bergbrauerei, bevor es wieder „leinisch" wurde, „eisnā" und Vorräte zum Kühlen ihrer Biere anlegen. In dieser Zeit wurden in den Stuben die Krippen abgebaut und bis zum nächsten Advent auf dem Dachboden verstaut.
Mit dem Fest der Lichterweihe schloß sich der Jahreskreis bodenständiger Gebräuche.
Der kleine Streifzug durch das heimatliche Brauchtum führt uns im Spiegel der Jahreszeiten zu den schönsten Erinnerungen im Bilderbuch des Lebens.
[obr] Schlaggenwald
[obr] Blick von der Neuen Straße auf die St. Georgskirche
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