Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Domácí zvyky v koloběhu roku

Neis Gåuhå!" – Erwiderung: „Ā ålts Türl u ā neis Tåuå!" – Den guten Wünschen schlossen sich in den nächsten Tagen der „Bröiftroochå" mit seinem Postbücherl und der „Schlåutfechå" mit dem Jahreskalender an und erhielten für geleistete Dienste Trinkgelder. Den Neujahrstag sah die Bevölkerung als Schicksalstag an. Was man an diesem Tag tat oder unterließ, wiederholte sich angeblich im kommenden Jahr. So vermieden es die Frauen möglichst, Wäsche zu waschen, weil sie die damals recht anstrengende Arbeit nicht das ganze Jahr über verrichten wollten. Auch auf der Leine durfte keine Wäsche hängen, weil das Unglück gebracht hätte. Oft mußten Mann und Kinder auch das Geschirrspülen übernehmen.

Vom Hl. Abend bis zu Heilig Dreikönig dauerten die zwölf Unternächte, auch „Rauhnächte" genannt. Es war wichtig zu wissen, was man in der jeweiligen Nacht geträumt hatte, weil diesen Träumen weissagende Bedeutung zukam und ihr Inhalt sich in den zugehörigen Monaten bewahrheiten sollte.

Am Vorabend des Dreikönigsfestes suchten wir zum Andenken, daß Jesus bei der Taufe das Wasser aus dem Jordan heiligte, die Kirche zur Wasserweihe auf. Auch Salz, Kreide und Weihrauch erhielten den kirchlichen Segen. Die Mutter besprengte alle Wohnräume in drei Ecken – im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes – mit Weihwasser und schrieb mit geweihter Kreide, nach volkstümlicher Deutung, die Anfangsbuchstaben der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar „C-M-B" und die Jahreszahl an den oberen Türbalken. Ursprünglich hieß „C-M-B" 'Christus Mansionem Benedicat' (Christus segne dieses Haus). Die Jahreszahl fügte man bei, weil das bürgerliche Jahr damals mit dem Dreikönigstag begann. Mit diesen sinnbildlichen Segnungen sollte Gott Heim und Herd das ganze Jahr vor Anfechtungen des Bösen und vor Unglück schützen.

In der Weihnachtskrippe gesellten sich nun auch die Drei Weisen aus dem Morgenland hinzu. Der Christbaum wurde „abgeleert".

In diesen Tagen sang man bei uns ein Lied nach der bekannten Melodie: „In Echåländ, wenn Kirwā is ..."

Dreikenichstooch in dā Schlåggāwålā Kirgn,
dåu is ā Gschichtl gscheåh,
dåu röift dā Pfårrā vām Predichtstool:
„Ihr drei Weisn, wåu kummts denn heå?"

Drei Bauån san grood kummā gwesn,
döi wåån gånz weiß våschneit.
Döi håm dåu denkt, dees gåiht af sie.
O du Vålegnheit!

Dā aanā fischpāt: „Håns, soochs du!
Du waßt, daß mich ich niāt trau."
Dåu fåßt dā Håns ā Herz u sågt:
„Miā kummā vā Puschātzau."

In der folgenden Zeit vergnügten sich Mädchen und Buben mit Schlittenfahren – auch ein „Bredlrutschå" tat es – im Gefälle der Gassen und scheuchten mit dem Warnruf „Hoob, hoob" die Erwachsenen von der Fahrbahn. Auch Schlittschuhlaufen auf den zugefrorenen ortsnahen Teichen stand auf dem Programm. Beim ebenfalls beliebten Schifahren mußten sich manche noch mit „Fasslbredlårn" (Faßdauben) begnügen, die nur ein Herumrutschen erlaubten. Eschenbretter mit Schweinslederbindung (!) besaßen nur wenige.

Nach Dreikönig kamen Frauen und Mädchen an den langen Winterabenden abwechselnd in den verschiedenen Häusern zum „Fedärnschlöißn" zusammen. Sie zupften dabei Fahnen und Flaum von den Kielen der Gänsefedern, welche die Hausfrau das ganze Jahr über sorgsam gesammelt hatte. Ein paar gute Federn ergaben Butterpinsel, Gänseflügel den Flederwisch zum Ofen- und Rohrputzen. Kinder waren nicht so gerne gesehen und mußten sich ruhig verhalten. Das Öffnen von Türen oder ungestüme Heiterkeit hatten zu

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