Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Domácí zvyky v koloběhu roku

Leute Spalier und klatschten laut Beifall für die farbenprächtigen und originellen Gruppen, vor allem dann, wenn besondere Ereignisse des vergangenen Jahres in witziger Form nachgestellt wurden. Begegneten sich die Maschkärä untereinander, begrüßten sie sich mit „grr, grrr, grrrr".

Folgende Figuren ließen sich aus der großen Zahl von Maskierten nicht wegdenken und sind noch in guter Erinnerung:
- Bär mit Treiber, Türke, Schlotfeger, Fleischer, Drahtbinder, Kraxenträger, Hanswurst und dummer August;
- der Bojatzer; er fuchtelte mit getrockneter, aufgeblasener Schweinsblase herum und schlug damit auf die Zuschauer ein;
- der Clown mit Würstelstange oder der „Breznmuã", die beide ständig von Kindern umlagert waren, die sich vielleicht ein Würstl oder eine Breze zu erhaschen hofften;
- die übermenschlich großen „Buttnmånnã", die als strohumwickelte, unförmige Gestalten durch die Straßen stampften;
- der Holmbauer, der die Zuschauer mit Häcksel bewarf, wobei Halsausschnitte ein beliebtes Ziel abgaben.

Wenn Laune und Stimmung den Höhepunkt erreichten, sangen alle immer wieder übermütig unsere „Faschingshymne":
„O du löiwã Foosnãt, kinnst 'n du schu wiedã,
vãän hommã Kriã(n) groo(b)m, heiã groo(b)mã wiedã.
Hololo, hololo, hintn hängt die Foosnãt noo."

Neben dem Gemüt kam mit goldbraun herausgebackenen Krapfen auch der Gaumen nicht zu kurz.

Am Faschingsdienstag führten die Burschen ihre Mädchen durch das Dorf in das Tanzlokal. Diese steckten den „Einführern" ein Sträußchen mit einer Schleife an den Rockaufschlag und luden sie dann in der Tanzpause zum Abendessen ein. Am Aschermittwoch schließlich gingen die Burschen mit Körben von Hof zu Hof und trugen Eier und Fleisch zusammen. Daraus bereiteten die Mädchen ein Essen, das man gemeinsam einnahm. In der Bergstadt suchte an diesem Tag manchmal einer, als Nachtwächter verkleidet, spaßeshalber mit einer Laterne am Marktplatz in allen Ecken und Winkeln noch nach der Foosnãt. Das Aschenkreuz jedoch kündete von Buße und Einkehr und leitete die Fastenzeit ein.

„Kunigund, kinnt die Wärm vã unt", hieß es bei uns am 3. März, wenn auch der Winter noch heftige Rückzugsgefechte lieferte. Dann kam Josephi (19.3.), das Namensfest auch vieler unserer Landsleute, die auf Bepp, Bepperl, Josl und Seff hörten. Um Mariä Verkündigung kehrten die Stare aus dem Süden zurück. Wer sich am 1. April „schicken" ließ, brauchte sich um den Spott nicht zu sorgen.

In die Fastenzeit fielen schon die ersten Vorbereitungen zum Osterfest. So füllte man Erde in alte Teller oder Schalen und säte Hafer ein. Rechtzeitig zu Ostern sollte die Saat heranwachsen, in die der Osterhase seine bunten Eier legen konnte. Die Kinder, vor allem die Mädchen, richteten noch besondere Nester für die Ostergaben her.

Am Palmsamstag hielten in früheren Jahren Fieranten den „Pollerlmarkt" ab (Pollerl = Palmkätzchen). Zum Palmsonntag band der Vater Palmbüschel, welche die Buben stolz zur Weihe trugen. In der St. Georgskirche drängelten sie dann zum Altar und streckten ihre Büschel weit vor, damit diese genug Weihrauch erhielten. Zu Hause steckte man die geweihten Palmzweige in den Stuben und im Herrgottswinkel aus, um sich den himmlischen Segen auch daheim zu sichern, und schmückte mit ihnen auch die Gräber der verstorbenen Angehörigen. Bei schönem Wetter fand nach der Messe ein Umzug um den Friedhof statt.

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