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gefordert usw. Das war der Anfang der Verarmung der Stadt, die während der gesamten Kriegsdauer Truppen heimsuchten. Ob Freund oder Feind, jedes Söldnerheer trachtete danach, dem Rat und den Bürgern soviel wie möglich an Geld und Naturalien abzupressen. Polnisches Kriegsvolk tat sich besonders hervor, plünderte und verwüstete Gebäude, brandschatzte, schändete und vernichtete Kulturgüter.
Neben der Abstrafung des Rates verloren auch die Bürger ihr Vermögen. Schier unerträglich waren die Qualen, welche die Bürger durch die rücksichtslos einsetzende Gegenreformation auszustehen hatten. Wer nicht einen Beichtzettel vorlegen konnte, galt als rechtlos. Die evangelischen Lehrer wurden entlassen (1624).
Im Jahre 1622 musterte Wallenstein 2000 Mann in der Stadt an. Infolge Geldmangels konnte sie ab 1627 die Bergwerke vorübergehend nicht mehr betreiben. Es dauerte Jahrzehnte, bis die Kriegsfolgen überwunden waren.
Alle Kräfte mußten 1669 aufgeboten werden, um etwa 500 Zigeuner aus dem Stadtgebiet zu vertreiben.
Im Jahre 1674 weihte der Tepler Abt die Kirchenglocken.
1688 konnte die erste Feuerwehrspritze beschafft werden. Sie leistete gute Dienste beim großen Brand im Jahre 1713 in der Neustadt. Trotzdem fielen den Flammen 76 Häuser, darunter auch die St. Annakirche und das Hospiz, zum Opfer.
Im Verlauf des Krieges (1741-48) um die Erbfolge in den habsburgischen Ländern besetzten 1742 Franzosen die Stadt. Nach Kriegsende begann Kaiserin Maria Theresia, die Verwaltung des Habsburger Reiches neu zu ordnen. Schlaggenwald wurde dem (neuen) Kreisamt Elbogen unterstellt; die Justizialgewalt mußte abgegeben werden, das Hochgericht wurde geschleift, das Steuerwesen und die Gemeindeverwaltung neu geregelt.
Im Jahre 1761 stellten auch die Gewerken den Bergbau ein. Wegen drückender Schuldenlast verkaufte die Stadt Besitzungen (mehrere Häuser, Mühlen, Äcker, Wiesen usw.).
Die Jahre 1771/72 gelten als ausgesprochene Hungerzeiten.
Der Staat übernahm den Bergbau und wandelte das Bergoberamt (eingerichtet 1547) in ein Bergamt um (aufgelöst 1868).
1774 waren im Bergbau nur noch etwa 200 Bergleute beschäftigt; mehr als 100 Personen mußten betteln gehen, um zu überleben.
1792 Gründung einer Porzellanfabrik durch Wenzl Haas.
1802: Trotz einschneidender Maßnahmen gelang es nicht, die Erträge im Bergbau zu verbessern. Er wurde 1817 fast völlig eingestellt. In den Jahren 1811, 1812 und 1818 wurden die Bergwerke von hohen Gästen besucht (Kaiser Franz I. von Österreich mit seiner Tochter Maria Luise, Kaiserin von Frankreich, J.W. von Goethe).
1817 wieder ein Notjahr.
1846 Bau der Reichsstraße von Elbogen über Schlaggenwald nach Schönfeld durch Schlaggenwalder Unternehmer.
1848 Bildung einer Nationalgarde.
Die Einwohnerzahl sank auf 4000, nach weiterer Abwanderung von Bergleuten sogar auf 3000.
Im gleichen Jahr erhielt die Stadt aus dem Eigentum der staatlichen Bergbauverwaltung (Montanärar) Waldstrecken zugesprochen.
1872 mußte der Waldbesitz am Krudum an Elbogen verkauft werden.
1881 verlor die Stadt das Forstrevier Heide (ungefähr 300 ha).
1901 Eröffnung der Lokalbahn Elbogen–Schönwehr als Ergänzung der Strecke Neusattl–Elbogen und Anschluß an die Bahnlinie Karlsbad–Marienbad.
1907 erstmals Wahlen nach dem allgemeinen Wahlrecht.
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