Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Zemědělství v hornickém městě

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anfallende „Sied" (Spreu) und Unkrautsamen wurden beiseite geräumt. Das so gesäuberte Korn füllte man mit einem „Vöiälä" (rundes Holzgefäß als Getreidehohlmaß) in Säcke, wobei drei „Vöiälä" ein Strich (= 25 kg) ergaben, und schüttelte es danach nochmals am häuslichen „Traadbuän" (Getreideboden) zum Fertigtrocknen auf.

Das Stodlaufräumen und Kornheimfahren können als Abschluß von mindestens zwanzig Arbeitsgängen angesehen werden. Um dann zu Brot zu kommen, nahm der Ubl Pepp wieder seinen Schubkarren, fuhr mit einem 70–80 kg schweren Sack „Kuä(r)n" zum „Bauermüller" und tauschte es in Mehl und Kleie um; das Mehl brachte er dann zum „Kühnhacklbeck". Von dort holte man das Brot, „wöi mä's braucht häm", und schrieb es im „Bräutböichlä" (Brotbüchlein) zur späteren Berechnung des Backlohnes auf.

Größere Bauern haben das Brot im eigenen, steinernen Backofen selbst gebacken.

Wer bei dieser langen Reihe von Arbeiten dabei war, wußte, wo das Brot herkam und wie schwer und mühsam es zu verdienen und zu erarbeiten war. Er scheute sich ein Leben lang, über ein Saat- oder durch ein Getreidefeld zu laufen, und es tat ihm im Herzen weh, wenn jemand ein Stück Brot achtlos wegwarf.

Diese Bilder von der Landwirtschaft in unserer Bergstadt vermitteln einen Eindruck, auf welch' harte Weise unsere Eltern und Großeltern die täglichen Arbeiten verrichteten und wie bescheiden, einfach und karg, im Vergleich zu heute, ihre Lebensführung war. Es ist verwunderlich, daß unsere Vorfahren trotz der unsäglichen körperlichen Anstrengungen gesund, ausgeglichen, glücklich und zufrieden lebten.

Die in Schlaggenwald betriebene Landwirtschaft in ihrer beinahe urtümlichen, archaischen Art ist längst zu Ende gegangen. Eine Lebensform, die Jahrhunderte überdauerte, gibt es nicht mehr. Sie ist vergangen und mit ihr die Namen der kleinen „Ökonomen", wie Erler, Hölperl, Kempf, Pöttig, Schröck, Sorger, Streitenberger, Tauber, Tschamler, Ubl u.a., die man bei uns, halb scherzhaft, halb anerkennend, die „Köihpritschä" hieß. Sicher ist aber, daß wir im Wissen um das Werken der Altvorderen, bewußt oder unbewußt, in ihnen noch immer ein Vorbild sehen. Grund genug, sich der Mühsal, Plage und Sparsamkeit vergangener Generationen gern und dankbar zu erinnern.

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