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zum Niederbinden der Ladung, und bei schweren Fuhren dienten zusätzlich zur „Schleif" (Bremse) besondere Ketten zum Blockieren eines Rades, manchmal auch ein Hemmschuh aus Eisen. Des weiteren wurde das Fuhrwerk, wenn Brennholz aus dem Wald zu holen war, noch mit Säge und einer Holzhacke ausgerüstet.
Die Arbeit ging, wo Handwerk und Landwirtschaft gleichermaßen zu ihrem Recht kommen sollten, nie aus. Neben der täglichen Versorgung des Viehs waren es vor allem die weiten Wege mit dem langsamen Kuhgespann, die viel Zeit in Anspruch nahmen. „Af d'Häich" (Huberhöhe) waren 1,5 km bergauf zu fahren, zur Kiefernspitz und in die Karchesloh ebensoweit; die Fahrt dauerte eine gute halbe Stunde. Beim Einfahren von Heu und Getreide ließen sich, wenn vormittags noch Klee zum Füttern geholt wurde, am Nachmittag nicht mehr als zwei Fuhren schaffen. Deshalb kam im Frühjahr der sog. Dungbauer ins Haus, um den Mist für das Kartoffelfeld auszufahren. Mit einem Pferdegespann vom Gfeller Bauern – zum Essen gab es „üwäråll Dungbauernbröih" – ging diese Arbeit wesentlich rascher voran, wenn ein Wagen ausgefahren und der zweite inzwischen daheim geladen wurde.
Einen hohen Anteil an zeitraubender Handarbeit, die das Wirtschaften damals noch bestimmte, zeigt der Ablauf der Getreideernte.
Das Korn (Roggen) wurde mit dem Wachler – eine Mahd breit – an das stehende Getreide „angehauen". Eine Frau nahm mit einer Sichel die geschnittenen Halme nacheinander auf und legte immer einen Arm voll davon auf ein vorbereitetes „Bandl" (gedrehtes Strohband) weg, bis eine Garbe beisammen war. Rasch mußte sie wieder an ihren Platz zurück, damit der nachfolgende „Mohdä" (Mäher) nicht aufgehalten wurde. Am Nachmittag vor dem Kaffeetrinken (Malzkaffee mit Zichorie und eingebrocktes Brot) oder erst gegen Feierabend band man, wenn nicht schon beim Wegnehmen geschehen (Lobspruch an die Helferin: „Derä gäiht's vä dä Händ"), gemeinsam alle Garben und stellte sie zu „Houtmannlän" auf. Anschließend wurde das Feld mit einem breiten Rechen nachgerecht, damit ja keine Ähren verlorengingen.
Zum Einfahren mußten die Garben mit einer Gabel auf den Leiterwagen gespießt, oben abgenommen und sachgemäß geladen werden; dafür waren 3–4 Personen erforderlich. Nach der Heimfahrt folgten das Abladen im Stodl, Ausspannen der Kühe und Hineinschieben des Erntewagens mit kräftiger Hand. Eine Person warf dann die Garben seitwärts in die Bansen (Lagerräume) oder mit der Gabel nach oben über die Tenne; bis zu zwei Helfer waren zum Weitergeben und eine sachkundige Kraft zum richtigen Schlichten notwendig.
Beim Dreschen nahmen die Garben den umgekehrten Weg: entweder auf die Tenne hinunter zum Handdrusch oder auf die Maschine (Maschinengenossenschaft der Kleinlandwirte – Streitenberger und Gräf – oder Lohndrusch Topinka). Dort schnitt eine Person die Garben auf, eine andere legte in die Maschine ein. Das Stroh kam nach dem Dreschvorgang über einen Lattenrost heraus, wurde mit den Armen aufgenommen, zu „Schiedlän" gebunden, vor dem Stodl zu einem Berg aufgetürmt und am Abend dann in die leergewordenen Stodlfächer zurückgeräumt. Beim „Drischldreschen" (für Bänderstroh zum Füllen von Matratzen) wurden 24 Garben, „ä Gleech" (Gelege), beidseitig mit den Ähren zur Mitte aufgelegt, mit dem Flegel vorgedroschen, aufgebunden, nochmals gedroschen, umgedreht und erneut gedroschen, bis die Ähren „sauber" waren, dann nochmals fest ausgeschüttelt, als Stroh aufgenommen, gebunden und weggelegt. Fleißige Hände schoben die Getreidekörner mit Rechen, Holzschaufel und Reisigbesen auf der Tenne zu einem Haufen zusammen. Ein paar Tage später wurde „geputzt" (gereinigt): Ein Helfer drehte die Putzmühle (Windfege), ein anderer schaufelte das Dreschgut auf; die
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