Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Z dějin naší rodné obce

Aus der Geschichte unseres Heimatortes
Wenn man der Geschichte eines Gemeinwesens nachspürt, sollte es nicht zuletzt gelingen, auch dessen Entstehung aufzuhellen. Fehlen dazu Beweise und liefern historische Quellen, sofern vorhanden, keine gesicherten Erkenntnisse, wird es der Chronist schwer haben, den „berühmten Faden" aufzunehmen.

Auch bei der Darstellung der geschichtlichen Vergangenheit Schlaggenwalds erhebt sich zwangsläufig die Frage nach den Anfängen der Besiedlung. Eine eindeutige Antwort darauf gibt es nicht, denn die genaue Zeit der Gründung ist nicht zu ermitteln. Geschichtliche Abläufe lassen jedoch gewisse Rückschlüsse zu. Im Jahrtausend vor Christi Geburt siedelte der keltische Stamm der Bojer in unserem Gebiet. Die Bezeichnung der Länder Böhmen (Bojohaemum – Böheim) und Bayern leitet sich davon ab.

Von besonderer Bedeutung ist, daß dieser Volksstamm die Fähigkeit besaß, Erz zu gewinnen und zu verarbeiten (La-Tène-Kultur).

Die Bojer hinterließen kaum verwertbare Spuren. Eine Ähnlichkeit mit einer keltischen Wallburg schrieb man dem Unterbau der Niklaskirche (bei Dreihäuser) zu, und ein 3 x 3 m großer Stein mit einer Mulde, der am Spitzberg gefunden wurde, galt als keltischer Opfer- oder Altarstein.

Bei den vor allem in Sagen als Bewohner unserer Gegend auftauchenden „Venetianern" bzw. „Walen" (ahd walh = Fremder) dürfte es sich um Romanen (Welsche) aus Norditalien gehandelt haben und nicht um die keltischen Stämme der Veneter oder Veneder, deren Siedlungsgebiet anderenorts lag.

Die Bojer wurden weitgehend von germanischen Volksstämmen nach Süden abgedrängt. So erreichten die Sueben im 2. Jh. v. Chr. das Landesinnere, und ihr Bruderstamm, die Markomannen, im Jahre 9. v. Chr. von den Römern im Maintal besiegt, ließ sich in Böhmen nieder und errichtete einen mächtigen Völkerbund. In unserem Gebiet zurückgebliebene Bojer dürften sich als Seuffner betätigt (siehe Beitrag über Erzbergbau) und am Flutbach, am Silberbach usw. mit der Erschließung der reichen Erzvorkommen im Schlaggenwalder und Schönfelder Revier begonnen haben.

Unter dem Druck der Awaren (mit den Hunnen verwandter Volksstamm) drangen im 6. Jh. n. Chr. slawische Stämme in Böhmen ein und stießen bis in das Fichtelgebirge und den Oberpfälzer Wald vor. Sie gründeten kleine Siedlungen. Die tschechische Geschichtsschreibung leugnet bis heute die Vorbesiedelung dieser Landschaften durch Kelten und Germanen.

In unserer engeren Umgebung hatte der slawische Stamm der Sedlitschanen in Zettlitz (Sedlec) einen befestigten Mittelpunkt. Diese Burg verfiel im 12. Jh. Zu deren Niedergang dürfte die neu errichtete Burg „Ellenbogen am Stein" unter Diepold II. von Vohburg beigetragen haben. Diese, vom Markgrafen des bayerischen Nordgaues um 1150 gebaut, hatte eine starke Ausstrahlung auf das Umland. Um diese Zeit begann die Umwandlung des Waldgebietes in eine blühende Kulturlandschaft. Bergbau, Handel und Wandel brachten nach und nach verschiedene Stämme, wie Bajuwaren, Franken, Thüringer usw., in unser Gebiet. Die Siedler bekannten sich zum christlichen Glauben. Dies traf vermutlich auch auf die bereits ansässige Bevölkerung zu, zumal schon 845 in Regensburg 14 böhmische Fürsten sich taufen ließen.

Das umfangreiche Waldgebiet zwischen Tepltal und Krudum gehörte im 12. Jh. den Herren von Ossegg und Riesenburg, den Grabissen bzw. Hrabischitzen, die in Petschau eine Burg besaßen und mit deren Geschichte unsere Bergstadt über 300 Jahre eng verbunden war. Die gesamte Herrschaft Petschau umfaßte das Gebiet von Marienbad bis Schlackenwerth.

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