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erzeugte die Fabrik. Damit stellte die Firma ihre Kenntnis um Angebot und Nachfrage unter Beweis und betrieb bereits moderne „Marktwirtschaft". In Schlaggenwald richtete man die Fabrikation für das gute, gehobene, ja für das feinste Porzellan ein. Hier entstanden die reichen Kobalt- und Ätzkantenservices sowie die Kunstgegenstände, die so viele Augen und Herzen entzückten. Das Kaiserhaus in Wien, der Papst und zahlreiche Fürstentümer waren Kunden dieses Hauses. Das Werk Chodau (es führte den Buchstaben „C") steigerte dafür die Erzeugung der billigeren Massenware.
Haas & Cžjžek baute als erste Firma in Wien das weltberühmte, architektonisch großartig ausgeführte „Warenhaus", Kärntnerstr. 5, ausschließlich für ihre Porzellanerzeugnisse, um darin vom gewöhnlichen Gebrauchsgeschirr bis zu den feinsten Luxusgegenständen und Kunstwerken ein Verkaufslager zu halten. Im Jahre 1887 werden außerdem Niederlagen in Wien, Volksgartenstr. 3, Prag und Budapest genannt. Diese Verkaufsstellen und Vertretungen in fast allen Ländern der Welt machten das Schlaggenwalder Porzellan nicht nur den Menschen der Monarchie, sondern rund um den Erdball bekannt.
Schon im 19. Jh. erhielten an Auszeichnungen:
Fa. Lippert & Haas:
1829 Prag, große Bronze-Medaille,
1831 Prag, große silberne Medaille, Gewerbeausstellung,
1832 Berlin, große Bronze-Medaille, Gewerbeausstellung,
1845 Wien, große goldene Medaille, Gewerbeausstellung,
1863 St. Pölten, Preis-Diplom der Gewerbeausstellung;
Fa. Haas & Cžjžek:
1867 Paris, große silberne Medaille, Weltausstellung,
1870 Kassel, Dipl. f. verdienstvolle Leistung, Allg. Industrieausstellung,
1873 Wien, Fortschritts-Medaille, Weltausstellung,
1880 Wien, goldene Medaille, Nd. Österr. Gewerbeausstellung,
1880 Melbourne, goldene Medaille, Weltausstellung,
1882 Triest, goldene Medaille, Ind.- u. Landwirtschaftsausstellung,
1883 Amsterdam, goldene Medaille, Int. Kolonial- u. Exporthandelsausstellung.
Im Jahre 1887 werden ca. 1.000 Arbeiter, im Jahre 1896 ca. 700 Arbeiter für jede Fabrik (Schlaggenwald und Chodau) angeführt.
Bei der Herstellung von feinstem und kostbarstem Porzellan ließ sich die Kunstfertigkeit unserer Facharbeiter kaum überbieten. Sie entsprang ihrer Liebe zur Arbeit und zur Sache, dem in Generationen geübten Fleiß und der Freude am Weltruf ihrer Erzeugnisse.
Als Dank und Anerkennung für seine Mitarbeiter stiftete Johann Baptist Cžjžek ein im Grundbuch gesichertes Kapital von 1000 fl (Gulden) für die Witwen der verstorbenen Fabrikarbeiter (im Grundbuch vorgemerkte Belastung).
Haas & Cžjžek gründeten als erste in Böhmen eine Invaliden-, Witwen- und Waisenkasse und eine Pensionskasse.
Beide Firmeninhaber wurden in der k.u.k. Monarchie in den Adelsstand erhoben (siehe auch die Wappen in der Porz.Marke 17).
Der Erste Weltkrieg 1914/18 und die Nachkriegszeit brachten dem Unternehmen so manches Auf und Ab. Schwer lasteten nach der Zerstörung der Österreich-Ungarischen Monarchie die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf ihm. Erst der Beginn der dreißiger Jahre brachte einen neuen Aufschwung. Das Unternehmen litt unter einer Schuldenlast, die ihre Ursache größtenteils in der Weltwirtschaftskrise um 1929 hatte. Diese Krise dürfte auch entscheidend zu der 1932 erfolgten Umwandlung der Firma in eine
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