Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Od těžby cínu k výrobě porcelánu

Qualitativ und künstlerisch nahe der Vollendung, stand das Schlaggenwalder Porzellan in den dreißiger Jahren des 19. Jhs. an der Spitze dieses Industriezweiges in Böhmen. Nur die Fabrik in Pirkenhammer konnte sich im Wettbewerb mit der unserer Heimatstadt messen. Das Schlaggenwalder Werk kann für sich in Anspruch nehmen, den Ruhm des böhmischen Porzellans in die Welt hinausgetragen zu haben. Lippert und Haas, die beiden Inhaber, legten durch Sachkenntnis und Weitblick die Grundlagen für diese Weltgeltung. Im stillen und verträumten Zechtal schufen sie die Ausgangslage für die nachfolgende Firma Haas & Cžjžek.

Das Unternehmen beschäftigte in dieser Zeit mehr als hundert Dreher, Maler, Modelleure, andere bildende Künstler und Arbeiter. Es stellte den Haupterwerbszweig für die Bewohner von Schlaggenwald und Umgebung dar und schuf zahlreiche Arbeitsplätze für die im darniederliegenden Bergbau freigesetzten Beschäftigten. Die Kapazität des Betriebes ließ sich erheblich steigern.

Die Ausstellungen im Jahre 1828 und in den folgenden Jahren zeigten eine wahre Pracht an Vasen- und Tassenmalerei. Niederlagen in Prag und Wien (1819) setzten die Ausstellungen der Firma in gewissem Maße fort. Die Erzeugnisse mit dem blauen „S" gehörten zu den kostbarsten, die in Europa hergestellt wurden. Ja, die Wiener Porzellanmanufaktur mußte sogar ihre Tore schließen, denn sie konnte mit den Schlaggenwalder Erzeugnissen weder in der Ausführung noch im Preis Schritt halten.

Im Jahre 1827 übergab Wenzl Haas seine Fabrikhälfte seinem Sohn Eusebius, der vom Jahre 1842 an mit Bergmeister Hermann Möhling, dem Schwiegersohn von Georg Lippert, die Fabrik bis zum Jahre 1846 betrieb. Der Kauf der zweiten Fabrikhälfte machte August Eusebius im gleichen Jahre zum alleinigen Besitzer. Bis dahin firmierte die Fabrik unter „Lippert & Haas". August Eusebius Haas führte ab 1847 den Betrieb allein weiter. Zu dem Aufschwung durch die Goldmalerei kam der Vorteil der Kohlenfeuerung (Kohle statt Holz). Die Erzeugnisse des Betriebs zeichnen sich in Form, Qualität und besonders in Haltbarkeit und Dekoration aus. Der Firmeninhaber erweiterte die Fabrikanlagen zu mehr als der doppelten Größe; das Unternehmen war bereits das größte seiner Art in Böhmen.

Zehn Jahre später, 1857, stellte er seinen Neffen Johann Baptist Cžjžek aus Wien als Chemiker ein. Dieser erlernte die gesamte Erzeugung in wenigen Jahren gründlich. Mit Scharfblick erkannte er mögliche Verbesserungen und wußte sie geschickt anzuwenden. Für die Masse fand er bessere Zusammensetzungen und führte, gestützt auf die Arbeiten seines Vaters, eines renommierten Geologen, den Feldspat aus dem Böhmerwald zur Massaherstellung (Masseherstellung) ein. In Verbindung mit dem hervorragenden Zettlitzer Kaolin, dem Quarz aus Schweden und der Kohle des Unterreichenauer Reviers brachte dieser Feldspat eine viel bessere Qualität des „Scherbens". Auch dem Verkauf galt sein besonderes Augenmerk.

Im Jahre 1867 übergab August Eusebius Haas die Schlaggenwalder Porzellanfabrik je zur Hälfte seinem Sohn Georg und seinem Neffen Johann Baptist Cžjžek, diesem gegen eine Zuzahlung von 2.000 Talern. Beide Unternehmer waren somit die Namensgeber der nachmals weltberühmten Firma Haas & Cžjžek. Das Absatzgebiet des Unternehmens hatte sich seit dieser Zeit bedeutend erweitert und der Fabrikbetrieb gewaltig ausgedehnt. In demselben Jahre wurde die Porzellanfabrik Chodau dazugekauft. Damit wuchs die Firma an Ausdehnung und Leistungsfähigkeit zur größten ihrer Art in der Österreichischen Monarchie und galt als Wertbegriff weit über deren Grenzen hinaus.

Das Unternehmen wurde weiter zielbewußt nach neuen industriellen Gesichtspunkten ausgebaut und eine verbesserte kaufmännische Geschäftsführung eingeführt. Nicht was das Werk erzeugte, sollte das Publikum kaufen, sondern was der Markt verlangte, das

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