Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Oživení a útlum hornictví od roku 1914 – dvacet let české nadvlády (1918–1938)

Suche wurde man auch auf das Bergbaugebiet um Schlaggenwald, das nunmehr „Horní Slavkov" hieß, aufmerksam. Zahlreiche Versuchsbohrungen um die Stadt herum wurden niedergebracht. Die Uranfunde ermutigten zu einer planmäßigen Erschließung des Gebietes. Neue Schachtanlagen und Bohrtürme bestimmten das Bild der Landschaft. Stacheldraht umschloß das Bergbaurevier, in dem Arbeitskräfte verschiedener Völker, Deutsche, Tschechen, Slowaken, Polen, Russen, viele davon zwangsverpflichtet, in Tag- und Nachtschichten Uranerz aus der Tiefe holten, das Züge in die Sowjetunion transportierten. Auch frühere Lagerhalden mit Abraum wurden durchsucht. Wegen der schlechten Arbeitsbedingungen im Revier nannte man das Uran auch „Sklavengold". Nach einigen Jahren erschöpfte sich der Gesundheitszustand der eingesetzten Menschen und auch das Uranvorkommen. Die in neuen Siedlungen am Rande des Ortes untergebrachten fremden Arbeiter fanden in anderen Industriebetrieben wieder Arbeitsmöglichkeiten.

1953 zählte die Stadt nach Meldungen 12.500 Einwohner.

Neben dem fieberhaften Abbau der Uranerze erging in den sechziger Jahren ein Regierungserlaß über den Ausbau vorhandener Zinnlagerstätten.

Für den Abbau von Zinn wurde das Bergwerk Stannum (vom lateinischen Namen für Zinn abgeleitet) errichtet, mit Förderturm, Grube, Maschinenhaus, Kompressorstation, Werkstätten, Schachtgebäude, Mahl- und Zerkleinerungsanlage und Schlämmerei. Die alte Schlämmerei wurde ausgebaut und renoviert.

Der Verhüttung der Zinnerze geht stets eine Anreicherung des Zinngehalts voraus. Bei diesem Abschlämmverfahren trennt man feine und feinste Feststoffteilchen aus dem körnig zerkleinerten Fördermaterial durch Ablagerung der schwereren Bestandteile im Wasser. Wolfram und Eisenerz werden vom Zinnerz magnetisch ausgesondert.

1983 wurden in Schlaggenwald noch 130.000 t Zinnerz gewonnen. Durch die neue Anlage rechnete man im Jahre 1985 mit etwa 300.000 t angereichertem Zinnerz.

Mit diesen Angaben aus der jüngsten Zeit des Erzbergbaus in unserer alten Heimat schließt dieser Bericht. Er stellt nur einen kleinen Ausschnitt aus der fast tausendjährigen Siedlungsgeschichte des Kaiserwaldes dar und soll dem Leser nicht vorenthalten bleiben, denn unser Interesse an diesen Geschehnissen kann mit unserer Vertreibung nicht erloschen sein!

Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Zukunft nicht meistern!
(Golo Mann)

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