Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Oživení a útlum hornictví od roku 1914 – dvacet let české nadvlády (1918–1938)

Wiederaufleben und -einstellen des Bergbaus ab 1914 – 20jährige tschechische Herrschaft (1918–1938)
Am 28.7.1914 begann der Erste Weltkrieg. Als das Deutsche Reich und die Habsburger Monarchie Österreich-Ungarn von aller Welt abgeschnitten waren, erinnerte man sich des einst so reichen Erzvorkommens im Kaiserwald. Einige hundert Bergknappen förderten 1915 das unentbehrliche, seltene Wolfram zutage. Auch gefangene Italiener wurden eingesetzt; die Aufsicht über den Bergbau übernahmen militärische Stellen.

Der Erste Weltkrieg endete 1918 mit der Kapitulation der Mittelmächte.

Das schon vor seinem Ende allen Völkern zuerkannte Selbstbestimmungsrecht wurde den Sudetendeutschen verweigert. Mit der Ausrufung der ČSR am 28.10.1918 begann die 20jährige Unterdrückung des Sudetenlandes durch die Tschechen.

Auf der Zeche „Wilhelm" wurde der Bergbau 1918 eingestellt, die Anlagen abgebaut und verschrottet, zum Teil verkauft oder zugeschüttet. Nahezu 800 Arbeiter verloren ihren Arbeitsplatz, und 1921/23 waren nur leere Gebäude übrig. Nach dem Zuschütten des Maria-Hilf-Schachtes wurde die Brettsäge Ruß-Ruppert darauf errichtet. Teile des Aufbereitungsgebäudes und die Sandhalden erwarb Franz Ruß, der den Sand für Bauzwecke weiterverkaufte.

Trotz der nach Schlaggenwald versetzten tschechischen Staatsbediensteten ergab die Volkszählung von 1920 nur 39 Tschechen und 3305 Deutsche. Der größte Teil der Einwohner arbeitete nunmehr in den Porzellanfabriken sowie in der Lederfabrik, nur ein kleiner Teil lebte vom Gewerbe und der Landwirtschaft.

In den Jahren 1922/23 nahm die Verarmung der Bevölkerung erheblich zu und stieg auch nach Einführung einer neuen Währung weiter an. Durch die 1929 eingetretene Weltwirtschaftskrise, verbunden mit staatlicher Vernachlässigung der deutschen Gebiete, verhärteten sich Not und Arbeitslosigkeit in erschreckendem Maße.

1930 ergab die Volkszählung, verteilt auf 963 Familien: 3276 Deutsche, 33 Tschechen und 2 Italiener.

Im Jahre 1933 trat in Deutschland ein politischer Umschwung ein, der das Ende der Weimarer Republik bedeutete. In Böhmen wurde zur Steuerung der Not eine Sammlungsbewegung der Sudetendeutschen gegründet; die Arbeitslosigkeit erreichte 1934 ein bedrohliches Ausmaß.

Im gleichen Jahr nahmen erfahrene Leute aus Belgien den Erzbergbau wieder auf, stellten ihn aber schon im Juli 1935 ein. Die Hoffnung auf Arbeit und Brot war dahin. Das kam so:

Eine englisch-belgische Gruppe erwarb abermals Schürfrechte und versuchte, im Herbst 1934 auf dem Gelände des Wilhelm-Schachtes den Erzbergbau erneut aufzunehmen. Schwierigen Aufräumungsarbeiten auf der 100 m-Sohle (die unteren Sohlen standen unter Wasser) folgten Untersuchungs- und Sicherungsmaßnahmen.

Im März 1935 übernahm unser Landsmann Ing. Karl Prosch bei der „British and Continental Mining Syndicate Ltd. London" den technischen Ausbau der Grube. Fördermaschine, Pumpe, Förderkörbe sowie anderes Gerät wurden erworben; im Schacht begann ein reges Leben. Die Geräte wurden eingesetzt und eine Hochspannungsleitung verlegt. Die gut laufenden Vorbereitungsarbeiten gaben neue Hoffnung. Leider kam im Juli 1935 der Bescheid, den Betrieb wieder einzustellen. Die Pumpe mußte ausgebaut und der Tiefbau neuerlich unter Wasser gesetzt werden. Alle Hoffnungen wurden zunichte, auch der Betriebsleiter und Mitinhaber der Firma, der Belgier Pierre van Duerm, war enttäuscht.

Im Unger-Seiler-Schacht schürfte um 1890 eine Familie Unger erfolgreich. Sie betrieb dann in der späteren Porzellanfabrik Bernhard & Grosse & Co (unterhalb des Jahnheimes)

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