Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Rod Trötscherů, pohromy, náboženský rozkol a úpadek hornoslavkovského dolování

Selbstverständlich blieb Zinn auch im böhmischen Land und in den übrigen habsburgischen Gebieten in vielfacher Verwendung, so z.B. als Glockenmaterial, für kostbares Tafelgeschirr und auch für Rüstungsgüter.

Das letzte, aus alter Zeit noch vorhandene Pochwerk stand an der Stelle neben der Straße nach Schönfeld, an der die Firma Stich ihre Perlmutterschleiferei errichtete; sie ließ dieses „Bergbaudenkmal" abreißen.

1792 gründete Wenzl Haas die noch heute bestehende Porzellanfabrik (Haas & Cžjžek). In ihr, wie auch in den neu errichteten Spinnereien, fand ein Teil der Bergarbeiter Arbeit und Verdienst. Andere zogen fort und fanden anderwärts einen neuen Arbeitsplatz. Die Einwohnerzahl sank 1848 auf 4000.

Bei der neuen Einteilung des Landes in Gerichtsbezirke unterstellte man Schlaggenwald der Bezirkshauptmannschaft Falkenau und dem Bezirksgericht Elbogen.

Mitten in diesen politischen Veränderungen erfolgten die gänzliche Stillegung des Bergbaubetriebes und der Verkauf der letzten ärarischen (aus kaiserlichem Vermögen stammenden) Grundstücke. Man schrieb das Jahr 1870. Für die verlorenen Arbeitsplätze stellte der Staat damals keinen Ersatz.

Vom „Montanärer" (Bergwerksbetreiber) hatte die Stadt 1848 einen Teil ihres Waldbesitzes erhalten; 1872 kaufte Elbogen den Krudum mit seinem herrlichen Hochwald. Die Hypothekenbank des Königreiches Böhmen verkaufte 1881 die Schlaggenwalder „landtäfliche Montanwaldung Forstrevier Heid", ohne der Stadt eine Entschädigung zu leisten.

Mit der Übernahme des Ebmet- und Flößgrabens mit allen Rechten und Pflichten durch die 1873 gebildete Schlaggenwalder Wassergenossenschaft wurde aus dem einst so blühenden Bergbau für die Stadt wenigstens noch etwas gerettet. Die Genossenschaft bestand bis zur Vertreibung.

In der Geschichte der k.k. Bergstädte Schlaggenwald und Schönfeld berichtet Vinzenz Prökl 1887: Gegenwärtig zählt die Stadt 568 Häuser, darunter 6 Judenhäuser, mit 4063 Einwohnern, die teils durch bürgerliche Gewerbe- und Ökonomiebetriebe, teils durch Beschäftigung in den verschiedenen Fabriken – darunter besonders die Porzellanfabrik hervorzuheben – Verdienst und Nahrung finden.

Nunmehr zeugen nur eingesunkene Schächte (Pinge), Überreste des einst weitverzweigten Wasserversorgungssystems (Teiche, Bäche, Gräben) und riesige Halden von der jahrhundertelangen Bergmannstätigkeit in unserer alten Heimat.

Geologische Verhältnisse

Es dürfte von allgemeinem Interesse sein, daß unweit Falkenau, in der Gegend von Altsattl, eine europäisch-geographische Gesellschaft nach Vermessungen auf einer Anhöhe bei der Ortschaft Wöhr den europäischen Mittelpunkt feststellte und diesen durch einen Stein mit der Aufschrift „Media Europa" (Mitte Europas) kennzeichnete. Damit wird die eingangs getroffene Behauptung von der Mitte Europas, aus der die Bronzezeit herauswuchs, bestätigt.

Das Bergbaugebiet um Schlaggenwald reicht von Neudorf bis Gabhorn. Es ruht auf einer Granitscholle, auf der Gneis aufgelagert ist. Reiner Quarz und Abarten, ferner Feldspat und Glimmer kommen auch unvermischt vor. Im Übergang von Granit zum Gneis, den die Bergleute „Zwitter" nennen, liegen die eigentlichen Erzlagerstätten. Genaues darüber kann man in Graf Sternbergs „Berggeschichte" und E. Reyers „Zinn" nachlesen.

Der Bergbau im Kaiserwald besteht etwa 1000 Jahre.

An nutzbaren Mineralien ist das Gebiet ungemein reich. Es kommen nicht weniger als 80 für Sammler wertvolle Arten vor; neue Erkenntnisse sprechen von über 100 Mineralien (Ing. Karl Prosch).

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