Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Rod Trötscherů, pohromy, náboženský rozkol a úpadek hornoslavkovského dolování

Zur Abbildung „Auszug aus der großen Grubenkarte von 1698"**

Der Kartenausschnitt an der Gemeindegrenze Schönfeld/Schlaggenwald gibt eine Übersicht der „Alten-Stöllner-Maßen" und zeigt die hohen Göpelhütten neben den Schachthäusern, das Zechen- und das Kunstwärterhaus, die Kapelle sowie einige Mühlen und Schmelzhütten im Detail. Die Schmelzhütten werden durch den Rauch aus den Schloten gekennzeichnet.

Der „Auszug aus der großen Grubenkarte von 1698" ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der „Karte des Schlaggenwalder und Schönfelder Alt- und Neu-Huber-Zinnwerks" aus dem Jahre 1698. Er ist eine Anlage zu dem von Frhr. Haller von Hallerstein gehaltenen Vortrag „Nürnberger Unternehmer im Bergbau und Zinnhandel zu Schlaggenwald im 16. und 17. Jhdt.", von dessen Niederschrift uns eine Ablichtung zur Verfügung gestellt wurde. Das Original der Karte stammt vom Markscheider (geometrischer Vermesser und Hersteller von Grubenplänen für den Bergbau) Johann Georg Meyer. Es ist lebhaft bunt gehalten, eine aquarellierte Federzeichnung auf Pergament von der beachtlichen Größe 160 x 75 cm und im Besitz des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, das die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung gab und unter der Leitung von Frau Dr. v. Wilckens die fotografischen Vorlagen herstellte. Die Gesamtabbildung hat ziemlich genau den Maßstab 1:6000. Eine zweite, weniger gut erhaltene und sehr ähnliche Karte aus 1699 besitzt das Bezirksarchiv Heinrichsgrün (Okresní archiv Jindřichovice).

Die Türkenkriege, der Erbfolgekrieg, der Siebenjährige Krieg

Es dauerte lange, bis die Stadt sich von den Schrecken des 30jährigen Krieges einigermaßen erholt hatte. Die meisten Bergleute waren fortgezogen, viele Häuser verbrannt oder leer. Der Rat und die kaiserliche Grubenverwaltung versuchten, durch größtmögliches Entgegenkommen neue Bergleute anzuziehen. Langsam kamen die vernachlässigten Gruben wieder in Gang, Bevölkerung, Handel und Wandel nahmen zu. Um das Ansehen zu heben, versuchte der Magistrat Ordnung in den Stadthaushalt zu bringen. Langsam, sehr langsam, hob und vermehrte sich der Wohlstand der Bürger, obgleich zur Tilgung der aus dem Krieg stammenden Schuldenlast von 53.884 Schock meißn+) hohe Umlagen vorgeschrieben werden mußten. In der Zeit von 1650–1740 ließ sich nur ein äußerst geringer Bruchteil des früheren Wirtschaftsergebnisses erzielen.

Für die Türkenkriege (16. Jh., 1683–1717) hatte Schlaggenwald beim ersten Vorstoß der Türken nach Mitteleuropa (1529 erste Belagerung Wiens) schon 1538 400 Mann und 1566 abermals freiwillig 400 Bürger und 700 Bergleute bewaffnet und besoldet ins Feld geschickt. Zur Zeit der neuerlichen Türkenkriege (1683–1717) unter Prinz Eugen mußte die Stadt wieder „Mannschaft und Contribution" stellen. Durchziehende Truppen verlangten Lebensmittel und Geld, und oft mußte der Bürgermeister in seinen eigenen Säckel greifen, um die Stadt vor Plünderung zu bewahren. In dieser Zeit brach am 4. Mai 1713 ein verheerender Brand aus, der die untere neue Stadt mit der St. Annakirche, dem Hospital, Scheunen usw. in Asche legte. 76 Häuser waren zerstört, 144 Familien obdachlos. Auf Bitten des Rates hat Kaiser Karl VI. die Stadt von jeder Einquartierung durch Militär befreit, 70.000 fl. rückständige Steuern und Kontributionsgelder nachgelassen und angeordnet, daß den Abbrändlern aus den kaiserlichen Waldungen das Bauholz umsonst geliefert werde.

Während des österreichischen Erbfolgekrieges (1740–1748) drangen i.J. 1742 Franzosen in den Ort ein, verlangten eine hohe Kontribution und führten, als die Stadt nicht bezahlen konnte, den Bürgermeister Küttner als Geisel nach Eger. Das Jahr darauf vertrieben

+) Meißner Groschen, 60 Groschen a.d. feinen Mark ausgeprägt

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