Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Rod Trötscherů, pohromy, náboženský rozkol a úpadek hornoslavkovského dolování

Die Heimsuchungen**

Mitten in diese lebensfrohe Zeit fielen die Heimsuchungen; einmal schleichend und das andere Mal plötzlich und urgewaltig.

Als eine Art Vorwarnung verursachte 1543 ein Wolkenbruch ein zerstörendes Hochwasser. Ganze Viehherden wurden fortgeschwemmt, Häuser, Felder, Wiesen und Bergwerke zerstört und sogar die Ufermauer des Flutbaches weggerissen. Der Schaden wurde mit 80.000 fl. beziffert. Für den Wiederaufbau beschlossene und angebahnte Bauten, Verschönerungen und Verbesserungen der Stadt zerstörte ein „gewaltiges Ereignis" (Glaubensspaltung) abermals. Der junge Caspar Bruschius spricht von einem Elementarereignis und erinnert seine Landsleute an das Walten des Ewigen.

Der Chronist berichtet, daß sich 1568 in der Pinge ein gewaltiger Niederbruch des Berges ereignet habe, die Wetter seien von vielen Schächten zugleich ausgestoßen, und die Leute, die damals nahe der Hub und im Schwedenstock waren, habe der Luftdruck gegen die Wände geworfen und „die Knochen im Leibe angeknackt".

Dann kroch schleichend eine Seuche heran und brachte Tausenden den Tod: die Pest. Man schrieb 1582. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam sie. Der Rat faßte sich bald und traf umfassende Vorkehrungen zur Bekämpfung. Die Schulen wurden geschlossen, das Abhalten der Märkte verboten und der Verkehr mit den Nachbarorten eingestellt. Ein hinter dem Friedhof errichtetes Lazarett nahm die Infizierten auf; ein Pestkaplan wurde angestellt und angeordnet, daß die Toten vor die Haustüre zu legen sind, wo sie die Pesttotenträger abholten. Bergleute und später auch Bürger wurden als solche herangezogen, gut verpflegt und mit Wein bewirtet. Beerdigungen fanden um 9 Uhr vm. und 4 Uhr nm. statt. Den Balbierern und Badern wurde auferlegt, eine Person vorzuschlagen, die in diesen „Sterbensleuften" zu den Kranken gehen, Ader lassen und die Apostema (Beulen) öffnen sollte. Als sich herausstellte, daß das Pestlazarett zu klein war und außerdem kein Wasser hatte, errichtete man ein zweites unterhalb der Stadt („an dem Bach in der Bartel Schlosserin ihrem Garten, wo auch ein Friedhof war").

Die Pest wütete mehrere Jahre. Selbst als man sie für erloschen hielt, traten immer wieder einzelne Fälle auf, und die Einwohnerschaft kam aus den Ängsten nicht heraus, umso mehr, als 1592 auch noch die rote Ruhr ausbrach, die wiederum viele Todesopfer forderte. Wie die Pest, war wahrscheinlich auch sie durch Handwerker und Bettelleute eingeschleppt worden.

Zur Erinnerung an diese böse Zeit errichtete man auf der Kirchstaffel, dem Weg zur Kirche, eine Dreifaltigkeitssäule.

Die Lage im Schlaggenwalder Bergrevier verschlechterte sich zusehens. Die oberflächlichen Lagerstätten hatten sich erschöpft, und in großen Tiefen war der Zinngehalt nur gering. Mit zunehmender Tiefe stiegen die Förderkosten, Betriebsbedürfnisse und Löhne. Auch für Instandhaltung und Betrieb der Wasserläufe waren erhebliche Mittel erforderlich. Der Durchbruch des Pflugstollens zum Huber Stock diente auch der Intensivierung des Abbaus in großen Tiefen (1587); ein neuer Wasserschacht wurde 1590 abgeteuft. 1581 war ein nicht geringer Teil der Gruben und Verarbeitungswerke bereits verlassen und stand still, die Zahl der Bergarbeiter war wesentlich zurückgegangen.

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