Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Doba rudného dolování v Horním Slavkově

Der Schacht- und Stollenbergbau (Zinngruben), Stadtkern**

Als sich die nahe der Erdoberfläche vorhandenen Lager erschöpften, entdeckte man auf der weiteren Suche an den Berghängen die „Ausbisse" der erzführenden Quarzgänge, also jene Stellen, an denen die Quergänge zutage treten. An bestimmten Orten folgte man diesen Gängen in die Tiefe, und es bahnte sich der Tiefbau an. Im Laufe der Zeit entstanden mehrere Schächte. Die bekanntesten im Revier waren:

Der Huberhauptschacht in der Pinge, 200 m tief,

der Kunstschacht links der Pinge, 200 m tief,

auf der Schönfelder Hub der Rauchschacht, etwa 90 m,

der Stockschacht, ca. 90 m, der Evangelienschacht, ca. 30 m,

der Steinbacher Lehenschacht, 70 m, und kurz vor Schönfeld

der Maria-Hilf-Schacht mit ungefähr 100 m Tiefe.

Weitere Schächte waren z.B. der Schießhüttenschacht hinter der Füßl-Brettsäge, der Schloßackerschacht am oberen Turnplatz, der Vierfundschacht an der Straße nach Schönfeld usw. Zur Belüftung mußten Luftschächte niedergebracht werden (z.B. für den Kaspar-Pflug-Stollen).

Gegen Ende des Mittelalters blühte in den deutschen Städten eine Kultur, die kraftvoll war und erobernd vordringen konnte. Handwerker und Bergleute wanderten in ferne Gebiete, und die Bergstädte erfreuten sich rascher Entwicklung. Wenn man den schwerfälligen Verkehr jener Zeit berücksichtigt, war das Wachstum erstaunlich. Es beruhte auf viel Fleiß. Daraus erwuchsen gläubige, tatkräftige, ziel- und selbstbewußte Geschlechter. Unsere Stadt konnte mit Freiberg i. Sachsen und St. Joachimsthal, wo die ersten Taler geprägt wurden, wetteifern.

Im Laufe eines Menschenalters entstand in der Waldeinsamkeit eine mächtige Gemeinde, die Freiheiten und Befreiung von Abgaben gewährte und die Menschen mächtig anzog.

Mit dem Auffinden neuer Erzlager und der Kenntnis des Schacht- und Stollenbergbaus verstärkte sich der Zuzug von Bergleuten von auswärts. Viele kamen aus dem weiteren Egerland, dem Erzgebirge, aus Sachsen, die meisten aus Bayern, insbesondere aus Franken. Ihre Abstammung aus Franken konnten die meisten Einwohner urkundlich nachweisen; auf diese Herkunft läßt auch die Mundart schließen (siehe Beitrag „Sprache"). Im Archiv der Stadt standen immer wieder die Nürnberger Namen der Welser, Voll, Scheurl, Schirnting und andere. Diese Familien besaßen teils eigene Erzgruben, teils Häuser in der Stadt oder waren als Vertreter großer Nürnberger Handelshäuser ansässig. Manche dieser Häuser haben sich in ihrer ursprünglichen Bauart bis in die Mitte unseres Jahrhunderts erhalten, wie das Haus der Welser, zuletzt Nr. 4 am Marktplatz.

Die Namen Bartholomäus Welser und Fugger belegen die Verbindungen mit Augsburg, das als Kapitalgeber neben Nürnberg eine führende Rolle einnahm.

Anfangs arbeiteten die Knappen in den Schächten mit Hammer und Meißel. Später griff man zum Feuer, damit das Gestein mürbe wurde. So entstanden oft große Höhlungen unter der Erde. Manche brachen nieder. Oberhalb bildeten sich dann trichterförmige, kraterähnliche „Löcher", sogenannte „Pingen" (oder „Bingen").

Im Jahre 1354 verlieh der Gründer der ältesten Universität im deutschen Sprachraum zu Prag, Kaiser Karl IV., der Stadt das Recht, auf Gold, Silber und Zinn durch 12 Jahre zu schürfen. Mit Verleihung dieser Privilegien blühte die Stadt auf, und aus den zwölf Jahren wurden Jahrhunderte.

Nach Karls IV. Tod im Jahre 1378 setzte sein Sohn Wenzel, König von Böhmen, nach kurzer Regierungszeit einen großen Plan in die Tat um. Er ließ eine Handelsstraße aus

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