Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Doba rudného dolování v Horním Slavkově

„bei den Seuffnern". Sie ist während des 30jährigen Krieges zerstört worden; nur eine Statue des hl. Florian und der Anfang des 20. Jhs. gefundene Rest von Häusermauern geben Zeugnis davon.

Caspar Bruschius sagte (er starb 1557), daß vor 370 Jahren in Schlaggenwald Bergbau betrieben wurde, aber nicht anzugeben sei, wann der Betrieb angefangen habe, denn es waren „viel Schurpf und Pingen" dort, also Anzeichen eines sehr alten Bergbaus. Der Stollenbergbau geht demnach mindestens in das 12. Jh. zurück.

Die Bergstadt Schlaggenwald wird im Jahre 1202 erstmals urkundlich erwähnt.

Im Pfarrgedächtnisbuch ist festgehalten, daß bereits im Jahre 1242 eine Pfarrkirche bestand. Nachdem die Zisterziensermönche von Waldsassen und Eger aus das Egerland im 11. und 12. Jh. missionierten, kann mit Bestimmtheit gesagt werden, daß auch die Bewohner von Schlaggenwald bereits damals den röm.kath. Glauben annahmen. Aus dem Eintrag geht nicht eindeutig hervor, ob mit diesem Gotteshaus die spätere St. Georgskirche auf dem Glockenberg oder die schon vor ihr bestandene St. Annakapelle in der Seifertsgrün gemeint ist. Die ältere St. Annakapelle hat somit als der erste geistliche Mittelpunkt von Ort und Umgebung zu gelten. Die Jahreszahl im Pfarrgedächtnisbuch bestätigt die Existenz von Schlaggenwald schon weit vor dieser Jahresangabe (1242) und auch ihre Lebensgrundlage, den Zinnbergbau.

Neben den Zinn- und Kupfererzen wurde in geringem Maße auch Silber gefördert. Namen wie Silberbach, Silberhütte, Silberrang (Flurname) usw. weisen noch heute darauf hin. Der Silberbergbau war jedoch nicht ergiebig genug und wurde wieder aufgelassen. Um 1509 fand man noch einmal bedeutende Silberadern zwischen Schlaggenwald und dem Huberstock.

Die im Bild gezeigte zeitgenössische, schematische Darstellung des Seifenbergbaus stammt von einem Stich, der in der gedruckten, erneuerten Bergordnung von 1548 enthalten ist und die verschiedenen Vorgänge des Bergbaubetriebes bei der Verseifung veranschaulicht.

[obr] Tief unter der heimatlichen Erde. Große Weitung auf der 65 m-Sohle im Steinbacher Lehensschacht. Mit Schießpulver ausgesprengt. Alter etwa 200 Jahre. Bild Sommer 1937.

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