Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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„Slavkovská stezka" – nejstarší spojení mezi Horním Slavkovem a Karlovými Vary

Gleich hinter einem stillen Waldteich verbindet sich dieser Pfad wieder mit der Straße, die uns bald darauf an den Felsen der „Mehlsäcke" oder der „Drei Brünnl" vorbeiführt. Eine Laune der Natur hat hier mächtige Granitblöcke aufgetürmt, die gefüllten Mehlsäcken gleichen. Unweit davon sehen wir an der Wegböschung ein kleines Felsenwunder: die „Zwergnschtaffälä" (Zwergenstufen). Die winzigen stufenförmigen Steingebilde, vom Regen blank gewaschen, erscheinen in der Phantasie als das Werk von Zwergen.

Nach wenigen Schritten lichtet sich rechts der Wald, über Wiesen und Felder schaut das Auge weit nach Osten gegen die Ortschaften Engelhaus, Espenthor und Donawitz. Mit dem Fernglas kann man hier das Starten und Landen am Karlsbader Flugplatz schön beobachten. Auf der linken Straßenseite steht in stiller Waldeinsamkeit das Forsthaus Heid. Der „Schlaggenwalder Steig" führt jetzt über den „Toffler Berg" (Tafelberg) steil hinunter zum sog. „Aicher Gelenke", das durch seine sattelförmige Bodenform das Tepltal mit dem Egertal verbindet. Hier unten rasten wir im kühlen Garten des Gasthauses „Wildpark" und bewundern den großen Waldsee der Tepltalsperre.

Wir überqueren dann die Eisenbahnlinie Karlsbad – Marienbad und erreichen auf einem gepflegten Waldweg die Gaststätte „St. Leonhard" und die zugehörige Kapelle, die dem heiligen Leonhard, dem Beschützer des Viehs, geweiht ist. Wir entdecken im Wald auch eine alte Kirchenruine, die an das frühere Dorf „Tiergarten" erinnert, dessen Bewohner schon vor langer Zeit nach Karlsbad abwanderten. Herrlicher Fichtenbestand, saftige Waldwiesen und träumerische Weiher bieten längs des Weges ein abwechslungsreiches Bild. Ein Schild weist zum 609 m hohen Aberg, der einen großartigen Ausblick über die Karlsbader Landschaft gewährt. Immer zahlreicher werden die Waldwege, auf denen man zu den schönsten Ausflugspunkten der Sprudelstadt gelangen kann.

Unser Weg senkt sich allmählich ins Tal, er führt am Holzplatz vorbei und mündet beim Schloßplatz in das Stadtgebiet. Unsere genußreiche Wanderung auf dem historischen „Schlaggenwalder Steig" ist nach gut zwei Stunden zu Ende.

Während in alter Zeit vor allem Handwerker und Kaufleute aus den beiden Städten diesen Weg benützten, waren es viele Jahre später die „Botenfrauen", die bei jeder Witterung unterwegs nach Karlsbad waren, um Besorgungen und Einkäufe für Privat- und Geschäftsleute aus Schlaggenwald zu machen.

Als wir nach dem Kriege die Eisenbahn nicht mehr benutzen durften, diente „unser Steig" wieder als einziger Verbindungsweg nach Karlsbad. Später wurde das Waldgebiet „Auf der Heide" militärische Sperrzone.

[obr] Beim „Joseferl" am Sand

[obr] Die „Mehlsäcke"

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