Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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„Slavkovská stezka" – nejstarší spojení mezi Horním Slavkovem a Karlovými Vary

Der „Schlaggenwalder Steig"
Die älteste Verkehrsverbindung zwischen Schlaggenwald und Karlsbad

In jener Zeit, als die Zinngewinnung und -verarbeitung in Schlaggenwald zur Blüte kam, entwickelten sich auch die Verkehrsverbindungen. Karlsbad, das durch regen Fremdenbesuch zu einem guten Absatzmarkt für die in Schlaggenwald hergestellten Zinngegenstände geworden war, bezog auch Rohzinn, das geschickte Handwerker in den Mauern der Bäderstadt kunstvoll zu verarbeiten verstanden.

So ist es nicht verwunderlich, daß schon damals zwischen den beiden Orten rege Geschäftsverbindungen bestanden, die auch zu engen freund- und verwandtschaftlichen Beziehungen führten.

Da andere Verkehrsmittel noch fehlten, suchte man nach einem geeigneten direkten Fußweg zwischen den beiden Städten, der die vielen Umwege der Landstraße vermied. So entstand der „Schlaggenwalder Steig" (siehe Orientierungskarte), auf dem sich ein reger Verkehr zwischen Karlsbad und seinem Einzugsbereich und den Bergstädten Schlaggenwald, Schönfeld und Lauterbach abspielte. Dieser Steig stellte damals den meistbegangenen Weg in unserem Heimatgebiet dar. Später diente er als beliebter Wanderweg durch ein herrliches Stück heimatlicher Natur, den auch wir noch einmal – in der Erinnerung – einschlagen wollen.

Unsere sommerliche Wanderung führt uns vom Alten Markt die Neue Straße bergan. Bei der letzten Scheune wenden wir uns noch einmal um und nehmen das krippenartig geformte Bild der Kirche mit dem Glockenturm und die hangwärts gerichteten Häuserzeilen in uns auf. Oben am Brunnenberg zweigen wir von der nach Gfell führenden Straße ab, folgen einem Feldweg in die Senke der „Sichäläuh" und gelangen leicht ansteigend, am Poschitzauer Kreuz vorbei, zum ringförmigen Mauerwerk des ehemaligen Hochgerichts, das im Volksmund „Galgen" genannt wird. Wir kommen zu einem Marterl mit Heiligenstatue, „Joseferl" genannt, und erreichen nach kurzer Zeit den Steffelhof „Am Sand".

Säumten bisher blühende Wiesen und wogende Felder den Weg, so nimmt uns jetzt der Wald auf. Am Waldrand genießen wir einen herrlichen Rundblick über die schöne Landschaft. Im Osten grüßt uns das liebliche Hangdorf Gfell mit seinen malerischen Fachwerkbauten. Unser Blick gleitet weiter über die Höhen des Tepltales, wir entdecken Leßnitz, dann das Wahrzeichen von Schlaggenwald, den Kirchturm. Ganz im Süden erhebt sich am Horizont die Silhouette des Schönfelder Aussichtsturmes, wir sehen auch die Stadt Schönfeld, dann die Hub mit dem Bergwerk, während im Südwesten dunkle Nadelwälder die Umrisse des Spitzbergs und Krudums mit der Dr. Kempf-Warte klar hervortreten lassen.

Der Weg zieht sich nun auf sandigem Boden über knorrige Wurzeln bergwärts, oben am Kamm liegt rechts das Hegerhaus im Forstrevier „Af dä Haad" (Auf der Heide). Weiter links, gegen Elbogen zu, erreicht dieser bewaldete Höhenrücken im sog. „Buchen" mit 732 m seine höchste Erhebung. Jener Teil, der von Elbogen bis zum Hans Heiling das Egertal begrenzt, heißt Ziegenrücken. Dieses große Waldgebiet gliedert sich in weitere Reviere, die unseren Pilzsuchern und Waldweibern gut bekannt waren: „Am Studenten", „Auf der Leck", „In der Hölle", „Hirschberg", „Hohe Riß", „Am Tanzboden".

Immer wieder zweigen von der schmalen Waldstraße kleine Nebenwege zu den einzelnen Revieren ab. Verwitterte Wegweiser zeigen die Richtung nach Elbogen, Hans Heiling und Ziegelhütten an. Die weit über die Straße reichenden Äste der hohen Fichten spenden wohltuenden Schatten. Beim Heiligenbild der „Vierzehn Nothelfer" biegen wir rechts in einen Fußpfad ein, der die große Straßenkehre auf kürzestem Wege schneidet.

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