Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Pošta, železnice a dopravní cesty

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nicht etwa um etwas für ihre Gesundheit zu tun oder Haltungsschäden vorzubeugen, sondern um ein paar Kronen und Heller zu sparen. Wer in Elbogen bei den Ämtern zu tun hatte oder einen Besuch im Krankenhaus machen mußte, ist zu Fuß gegangen oder mit dem Fahrrad gefahren. Zugfahrten nach Karlsbad wurden häufig in Gfell oder Töppeles angetreten, weil das billiger kam. Nach dem Anschluß im Jahre 1938 stieg die Zahl der Reisenden.

Der Auszug aus dem Reichsbahn-Kursbuch des Jahres 1944 zeigt das Zugangebot:

[obr] 166e Neusattl–Schönwehr u zurück (Alle Züge nur 3. Klasse und M) — Fahrplantabelle (Reichsbahn-Kursbuch 1944) mit den Strecken RBD Dresden: Neusattl 166 – Neusattl Bleifabrik Hp – Grünlas – Elbogen – Elbogen Fabrik – Zech – Schlaggenwald Fabrik – Schlaggenwald – Leßnitz – Schönwehr 166d, sowie in Gegenrichtung Schönwehr 165d – Leßnitz – Schlaggenwald – Schlaggenwald Fabrik – Zech – Elbogen Fabrik – Elbogen – Grünlas – Neusattl Bleifabrik Hp – Neusattl 166.

Bei den im Fahrplan aufgeführten Zügen mit den Nummern 9092, 9094 und 9095 handelte es sich um Güterzüge mit Personenbeförderung.

Große Bedeutung hatte die Strecke für den Güterumschlag der Porzellanfabriken, der Gewerbebetriebe und der Landwirtschaft. Ab 1939/40 wuchs der Verkehr stark an, weil das Bergwerk auf der Hub wieder seinen Betrieb aufgenommen hatte.

Die Lokalbahn Elbogen – Schönwehr betrieb zunächst eine Aktiengesellschaft. Im Jahre 1925 übernahm sie der Staat in eigene Regie. Von diesem Zeitpunkt an wurde der Reiseverkehr aus Kostengründen nur noch mit Turmtriebwagen durchgeführt, die allein oder mit Anhänger fuhren. Bei der Verstaatlichung zog man die Aktienanteile – auch die der Stadt Schlaggenwald – ohne Entschädigung ein. Man kann diesen Verlust beziffern und beklagen. Welche Verluste wären jedoch den Aktionären entstanden, wenn man ihnen den weiteren Betrieb der Strecke auferlegt hätte?

Zur verkehrlichen Infrastruktur in unserem Raum gehörte auch ein Straßennetz. Der Verlauf der Straßen war durch die geographischen Gegebenheiten vorgezeichnet. Die Täler (Lobstal, Zechtal/Flutbach und Tepltal) wiesen nach Norden zur Eger hin.

Die wichtigste Verkehrsverbindung und Verknüpfung mit dem überörtlichen Wege- und Straßennetz stellte die Straße von Elbogen nach Schönfeld dar, die bereits im Mittelalter als Heerstraße und Handelsweg diente. Auf ihr lag der gesamte Warenumschlag zur Versorgung der Bevölkerung. Alle Transporte (Rohstoffe, Erzeugnisse usw.) des Bergwerks, der Brettsägen, Mühlen, Gewerbebetriebe, später auch der Porzellanfabriken, besorgten zunächst Fuhrwerke. Im 20. Jh. gewann der Verkehr mit Kraftfahrzeugen zunehmend an Bedeutung. Das hatte zur Folge, daß die Anforderungen an den baulichen Zustand der Straße stiegen. Allerdings fuhren um 1930 noch so wenig Autos, daß interessierte Buben mühelos täglich über deren Kennzeichen Buch führen konnten. Nicht selten hängten sich Jugendliche oder sogar Kinder auf Fahrrädern an beladene Kohlenautos an, jede Gefahr außer acht lassend. Auf dieser Straße führte Busunternehmer Roßmeißl,

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