Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Bereits bei den Vorbereitungen zu diesem Vorhaben machte sich die Tatsache des erheblichen zeitlichen Verzuges unangenehm bemerkbar: Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird die Bestandsaufnahme des Verlorenen. Die Arbeiten gestalteten sich mühevoll, schwierig und zeitaufwendig, weil die Einsichtnahme in Dokumente im Original, wie Chroniken, Protokolle, Satzungen, Urkunden usw. in der Regel nicht mehr möglich war. Die Beiträge gründen deshalb auf zugänglichem Schrifttum (siehe Quellennachweis), auf Angaben und Aufzeichnungen von kundigen Landsleuten und Auszügen aus früheren Abhandlungen. Als besonders wertvoll und daher unverzichtbar sind solche aus Heimatbriefen zu nennen. Vieles mußte aus dem Gedächtnis geschöpft werden, aber Bilder verblassen, und Erinnerungen erweisen sich oft als bruchstückhaft und unvollständig.

Die ungesicherte Finanzierung, der wir mit der Bitte an die Landsleute um möglichst zahlreiche Vorbestellungen als Abnahmegarantie zu begegnen versuchten, bereitete erhebliches Kopfzerbrechen.

Ungeachtet dessen setzten ehrenamtliche Mitarbeiter Fleiß, Ausdauer und hohe Opfer an Freizeit ein, um – neben den beruflichen Pflichten – sich Sachwissen zu erarbeiten und der selbstgestellten Aufgabe gerecht zu werden, eine möglichst lückenlose, breitgefächerte, umfassende und objektive Darstellung dessen zu erreichen, was in vielen Jahrhunderten in unserem Kirchsprengel geschah, ihn auszeichnete und von anderen unterschied.

Manches blieb dabei unerwähnt, Politik, Parteinahme und Schuldzuweisung wurden ausgespart. Daß nicht alles zu erfassen war, sollte nicht Anlaß zu herber Kritik geben. Ein Heimatbuch ersetzt schließlich kein Lexikon. Bei einem Sammelwerk mit so vielen Sachgebieten sollen die einzelnen Beiträge als Mosaiksteine das Gesamtbild erbringen. Sie wollen nicht mit dem Winkelmaß der Wissenschaftlichkeit gemessen werden. Auswählen des Stoffes, Setzen von Schwerpunkten und einige Überschneidungen ließen sich nicht vermeiden. Trotzdem wird freilich in den Augen derer, die es besser zu wissen glauben, immer etwas fehlen. Auch der menschlich verständliche Ehrgeiz, sich endlich auch namentlich in diesem „Buch der Heimatgeschichte" wiederzufinden, konnte allein aus Platzgründen nicht gestillt werden. Dahinter steht ganz sicher keine böse Absicht.

Die Texte stammen von verschiedenen Verfassern, deren persönlicher Ausdruck weitgehend gewahrt blieb. Ganz bewußt verwendete man auch die Mundart als Stilmittel.

Herzlichen Dank sagen möchten wir unserer Patenstadt Auerbach i.d. Opf. für ihren ideellen und finanziellen Beistand, allen Landsleuten, die uns mit wertvollen Informationen und einprägsamen Bildern unterstützten und mit Rat und Tat zur Seite standen, sowie den vielen Freunden und Gönnern für ihre großherzigen Spenden und die Freigabe von Dokumenten, die alle zum Gelingen des Werkes beigetragen haben. Unser besonderer Dank gilt den Lektoren und dem Inhaber der Druckerei Kroha und seinen Mitarbeitern für ihre gute Zusammenarbeit und der Gemeinde Hausham als Sitz des Schlaggenwalder Heimat- und Geschichtsvereins e.V. für ihre praktische Hilfe.

Liebe zu unserer gemeinsamen und unvergessenen Heimat im Egerland und das innige Gefühl der Verbundenheit mit unseren Landsleuten in aller Welt waren die Wegbegleiter, die aus der Absicht, eine Heimatgeschichte zu schreiben, Wirklichkeit werden ließen. Hingabe und Idealismus führten Regie, so daß ein äußerlich ansprechendes und im Inhalt informatives Werk über unsere alte Heimat entstand, eine Chronik, die zum Nachschlagen dient und Fragen der Vergangenheit beantworten hilft, eine interessante Lektüre für besinnliche Stunden, ein Hort der Erinnerungen, ein Schlaggenwalder Hausbuch, das Ihnen allen gewidmet ist und zur Freude gereichen möge.

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