An meine Krudum-Heimat
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Kraj mladosti

Spitzmüller, als Leiche darin, und die Mutter, sowie der junge Mühlknecht wurde von den Schandarmen aufs alte Schloß gebracht. Und als dann nicht lange darnach das liebe Weihnachtsfest kam, da habe ich den kleinen Hansl, der in einer bitterbösen Nacht zum Waisenkinde geworden war, zu unserem Christbäumchen geführt, auf daß er in fröhlicher Kinderrunde sein schweres Leid vergesse — — Ja, auch von diesem unglückseligen Ereignisse träume ich bisweilen heute noch, und es ist mir alles so frisch im Gedächtnis, als wäre es jüngst erst geschehen. Was wohl aus meinem Hansl geworden? Ich habe ihn bald darauf aus den Augen verloren und seither nie wieder gesehen.

Aber auch noch viele andere und freundlichere Bilder aus den Jahren meines Aufenthaltes im Zechtale tauchen in solchen Nächten in meiner Erinnerung auf. Bachaufwärts, nicht weit von der sich hart an die Straße anschmiegenden Unglücksmühle, stand linker Hand auf einer kleiner Anhöhe ein altes, baufälliges Bauernhaus, in welchem eine ebenso alte, immer nach Stall und Kuhmist duftende Bäuerin hauste, die gute Johannl, bei der wir öfter einkehrten und allemal einen Napf frischer Milch und ein Stück Hausbrot mit großem Behagen verzehrten. Drüben aber über dem Flutbache an der Berglehne lag der gleichfalls uralte Bauernhof, ein richtiger Berghof, wie solche mit ihren steilen Wiesen und Feldern zu Hunderten in den Bergen und Triften Tirols zu finden sind. Auch dort haben wir gar oft unser Unwesen getrieben und mit dem jungen Viehhirten um die Wette gesungen, auf daß seine Herde auf der mageren Bergwiese sein säuberlich beisammen bleibe. Da haben wir des öfteren auch den Grundherrn auf diesem Gebiete des Zechtales, den damals schon graubärtigen Herrn v. M — mit seinen stattlichen, blondhaarigen Töchtern begegnet, die uns jedesmal freundlichst ansprachen und in ihre jenseits vom Berge gar lieblich herunterschauende Schweizervilla einluden. Als ich dann, viele Jahre später, zu Füßen meines Lehrers, des großen Chirurgen Theodor Billroth saß, da habe ich immer wieder an jenen lieben Graubart im Zechtal denken müssen, der ihm, auch was Gestalt und Stimme betraf, wunderbar ähnlich sah und ganz gut als sein leiblicher Bruder gelten

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