An meine Krudum-Heimat
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Stesk po domově

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statt meines Vaters fand. Es war nur ein einziges Kerzlein, das ich dem guten Manne dort als Christkindlein aufleuchten ließ, doch wähnte ich mich in jener Stunde, die ich dort in heißer Andacht verbrachte, wie in einem hellerleuchteten Weihnachtsdome, in dem alle Lieder der Jugend und alle Jubelschreie der Christabende meines Lebens wie in einer großen Christmette wiederhallten. Getrösteten Herzens bin ich dann von dannen gezogen, krudumwärts in die heimatliche Christnacht hinaus Das Gittertor des Friedhofes aber höre ich heute noch mit frostigem Eisenhall zuschlagen: ade, schöne Jugendzeit, vorbei, vorbei, für immer!

Die hellen Lieder und Schalmeien der Kindheit waren verklungen, und nun hob der erste Tuba- und Posaunenton des Lebens an, ein gar rauher Klang, der eines unglückseligen Tages ganz jäh und unvermittelt in schauerliches Haubitzen- und Kanonengedröhne überging. Und nun folgten blutige Weihnachtsfeste, friedlose Jahre der Schmerzen und Tränen, die Welt schien aus den Angeln gehoben Ein großes, herrliches Volk und sein Land ward in Fetzen gerissen und um unsere geliebte Heimat ein Eisenwall errichtet, der für die Draußengebliebenen unübersteigbar ist. Wieder einmal war ein großes Eisentor zugeschlagen und mit sieben Schlössern verriegelt worden, und draußen vor der grausam verrammelten Pforte steht heute, da die Christenheit wieder Weihnacht feiert, ein alternder Mann, der mit brennendem Auge und heißer Sehnsucht nach der verlorenen Heimat auslugt — — —

„Ein ferner Traum, verblassend, wi'l es scheinen Daß ich einst dort an meines Vaters Grab Als deutsches Kind zu Gott gebetet hab'."

Vánoční dopis z Vídně

Ein Weihnachtsbrief aus Wien.

Bevor ich meine diesjährige Weihnachtsepistel an die Stadt und das Land Elbogen loslasse, muß ich mich den Lesern der Elbogener Zeitung doch endlich einmal in aller Form vorstellen. Es ist schon lange her, daß ich die Heimatgefilde nicht mehr gesehen; von dem älteren Geschlecht, das mit mir aufwuchs, sind nicht viele mehr vorhanden und die Jugend weiß rein gar nichts von mir Nun,

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