An meine Krudum-Heimat
/ 73
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 35
Můj Krudumský les

⟵ věta pokračuje z předchozího listu

der alte Krudum wissen es besser, wohin wir gehören, gelt du lieber, trauter Gesell? –

Von der Unrast des Lebens weit fort von meinem grünen Wald in die tosende Millionenstadt verschlagen, bin ich nach Jahresfrist wieder einmal zu kurzem Verweil in die liebe Krudumheimat gewallt. Wie ein König unter Glockengeläute und Kanonendonner in sein Land einzieht so bin ich unter brausendem Sturm und hallenden Donnerschlägen des Sommergewitters in mein angestammtes Reich heimgekehrt. Vom wilddrohenden Himmel knatterten ganze Garben mächtiger Blitzraketen zum Willkommensgruß auf die dunkeln Wälder hernieder und die hohen Wipfel neigten sich im Wettersturme tief vor dem heimgekehrten Sohne des Waldes –– habe Dank für deinen rauschenden Gruß du treuer Heimatwald! –

Nach königlichem Schlafe im alten Vaterhause schweift mein Blick am hellen Morgen ins Grüne hinaus: strahlende Sonne und blauer Himmel über Dorf und Wald. Nun her mit den Nagelschuhen und dem Wanderstecken und hinaus in meinen Wald. Da grüßt mich auch schon der altersgraue Berg meiner Jugend und die Heimatsonne lacht mir ins Herz hinein, daß ich laut aufjubeln könnte. Doch das muß ich mir für später aufsparen, jetzt sehen und hören mich noch die Leute auf Wiese und Feld, und ich muß meinem Krudumwald doch erst in sittsamer Form eine Anstandsvisite machen. Weiter droben im stillen Hochwald, da will ich es dann schon nachholen und einen Juchzer hinuntersenden, daß es durch alle Gründe hallt; habs noch nicht verlernt, die Kehle ist mir trotz Rauch und Staub der Städte gesund geblieben und in ihr steckt noch alleweil ein kleiner Hirtenbub darin.

Nun endlich hat mich der ersehnte Wald aufgenommen. Ich trete noch rasch in das am Wege freundlich winkende Forsthaus ein und drücke den lieben Förstersleuten die Hand; bin ein seltener Gast, und die Braven wollen mir eilends allerhand Gutes erweisen. Aber ich muß fort, draußen wartet der Wald schon, ade, liebe Frau Försterin, ich komme ein andersmal! Und jetzt geht es auch schon stracks die Berglehne hinan. Weg und Steg brauche ich nicht, querwaldein und pfadlos will ich zum Gipfel. Doch halt, was schimmert dort an der Weg-

kreuzung

věta pokračuje na dalším listu ⟶

list 35 z 73
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.