Schlaggenwälder Heimatbrief — únor–březen 1997
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Kostel sv. Anny (Špitálský kostel)

St.-Anna-Kirche (Spitalkirche)

[obr] Der Hochaltar. Am Sonntag nachmittag hält der Geistliche aus Elbogen eine hl. Messe. (Foto: Toni Schnappauf, Mai 1996)

Velikonoční zvyk

Osterbrauch

Zu den verschiedenen Osterbräuchen, die bei uns daheim einmal gang und gebe waren, aber inzwischen fast gänzlich aus der Mode gekommen sind, gehörte das Ansäen einer Haferschüssel. Rechtzeitig in die feuchte Erde gebracht, gingen die Körner bei Wärme bald kräftig auf, und das fette, saftige Grün leuchtete vom Ofen herab.

In der Mitte der gekeimten Hafersaat bekam der Osterhase, der beileibe nicht immer aus ummantelter Schokolade bestand, seinen Platz, und rundherum lagen die roten, blauen, gelben, violetten und auch braunen Ostereier. Diese bunte Pracht, auf mancher Fensterbank zur Schau gestellt, zog oft bewundernde Blicke auf sich.

Eierfärben – man verwendete dazu auch gerne Zwiebelschalen – zählte mit zu den schönsten Vorbereitungen auf das Osterfest, genauso wie das Backen der begehrten „Lawala", auf deren gutes Gelingen jede Hausfrau besonderen Wert legte. Heute kann „der Verbraucher" alles ohne viel Mühe in den Geschäften kaufen. Das macht dann keine Arbeit mehr. Ob dieses Backwerk so gut schmeckt wie das von früher? F. P.

Co říkávali naši staří…

Woos unnara Åltn sua gsågt håm…

Dea gäiht draf låus wöi da Ziegnbuack af d'Howarnkistn.
Die åltn Ziegn leckn aa nuch gään Sålz.
Ålta Böck håbm steifa Hürna.
D'Herrn u d' Hund låun d'Tüa offm.
A faals Pfaa zöiht sich af aamål za Tåud.
Wenn zwaa am Pfaa reitn, mou aana hintn sitzn.

Zprávy Spolku pro domovinu a historii Horního Slavkova

Schlaggenwalder Heimat- und Geschichtsverein e. V.

83734 Hausham, Nagelbachstraße 53
1. Vorsitzender: J. A. Tauber

Vereinsmitteilungen

Hauptversammlung 1996

Neben der jährlichen Mitgliederversammlung war 1996 auch eine außerordentliche Hauptversammlung des Vereins anzuberaumen. Grund: Rücktritt des ersten Vorsitzenden Josef Tauber zum Jahresende aus Altersgründen. Beide Anlässe wurden terminlich am 7. 9. beim Heimattreffen vereinigt. Die Einladung der Mitglieder und Bekanntgabe der Tagesordnung erfolgten im Heimatbrief Ausgabe 3/1996.

Nach der Begrüßung der 32 stimmberechtigten Mitglieder gab Lm. Tauber einen kurzen Überblick zur Situation, Heimatstube, alten Gmoifahne, Prosch-Broschüre, Bilanz der Denkmalpflege in Schlaggenwald, zum Bezug des Heimatbriefes und von Heimatbüchern aus Beständen der Patenstadt. Eine vorgezogene Neuwahl des Vorstandes fand indessen nicht statt. Lm. Josef Tauber führt den Verein bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Jahre 1997 kommissarisch weiter. Eingehende Beratungen ergaben, daß die Nachfolge für den Vorstand des SHGV gesichert erscheint. F. P.

Heimatliches Schrifttum

Den verdienstvollen Bemühungen von Toni und Marianne Schnappauf geb. Bräutigam, ist die Auslieferung des restlichen vereinseigenen Bestandes an Heimatbüchern zu verdanken. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Nun springt unsere Patenstadt in die Bresche. Bei ihr kann auch die neuaufgelegte Broschüre „Schlaggenwald – Aus dem Leben der alten Bergstadt" von Rudolf Prosch bezogen werden. Anschrift: Stadtgemeinde, Oberer Marktplatz 1, 91275 Auerbach i. d. Opf. Lieferung gegen Vorauskasse: Heimatbuch 86,– DM, Prosch-Broschüre 13,– DM (jeweils einschl. Porto). Überweisung auf Konto 200 451 Sparkasse Auerbach, BLZ: 753 519 60. Ostern ist nicht mehr weit; auch bei Geburtstagen und anderen Jubiläen denkt man an Geschenke. Also zugreifen, solange der Vorrat reicht!

Ein Buch bewahrt die Seele der Heimat. Es führt über Zeit und Raum zurück in der Väter Land. Nimm ein Heimatbuch zur Hand – und du bist daheim.

Fotos gesucht

Die Redaktion sucht Fotos, auch Negative (keine Lithos), von Motiven von Schlaggenwald und näherer Umgebung, vorzugsweise vor 1945, zur freien Verfügung und evtl. Veröffentlichung im Heimatbrief. Zusendung bitte an den Schriftleiter Franz Pöttig, Eichtweide 47, 82362 Weilheim, Tel.: 08 81/32 66.

Vorschau

Der 48. Sudetendeutsche Tag an Pfingsten findet in Nürnberg statt.

Heimattreffen in Auerbach i. d. Opf. Die Patenstadt feiert am 12./13. 7. 1997 ihr traditionelles Bürgerfest, zu dem auch wir eingeladen sind. Wie 1995, wird bei dieser Gelegenheit die jährliche Mitgliederversammlung abgehalten und diesmal mit der ordentlichen Hauptversammlung verbunden, bei der u. a. die Wahl des Vorstandes vorzunehmen ist. Nähere Hinweise folgen in den nächsten Heimatbriefen.

Spenden (21. 10.–20. 12. 1996)

Enderle Gerhard, Bruckberg (für Heimatstube), 50,– DM; Kämpf Karl, Giengen, 35,– DM; Kipphan (Wrba) Marianne, Bad Rappenau, 20,– DM; Schindler Hermann, Langen, 30,– DM; Schmieger Rudolf, Immenstadt, 30,– DM; Schwarzer Alois,

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