Mit seinem Kommen zu uns Menschen auf diese Erde beginnt ein neuer Abschnitt der Menschheitsgeschichte. An einem Punkt der Geschichte ist der Teufelskreis des Bösen durchbrochen worden, die Liebe Gottes ist in reiner Gestalt in der Person und dem Leben Jesu erschienen. Das kann nicht ohne Auswirkung bleiben. Eine neue Möglichkeit des Menschseins ist uns eröffnet worden.
Diese in Jesus Christus eröffnete Möglichkeit kann ergriffen oder aber auch skeptisch beiseite gelassen werden.
Das Weihnachtsfest möge uns Mut machen, im Geiste des menschgewordenen Gottessohnes unseren Weg der Versöhnung und der Liebe, des Dienstes am Frieden weiterzugehen.
Der Sohn Gottes kam in dieser Welt als wahrer Mensch in der Geschichte eines ganz bestimmten Volkes. Er kam, um nicht nur sein Volk, sondern alle Völker zu erlösen. Gott hat zu allen Menschen sein Ja gesprochen.
Zwischen dem damaligen Erscheinen von Gottes Gnade in der Menschwerdung seines Sohnes und den Offenbarwerden seiner Herrlichkeit, wenn er wiederkommmt, verläuft unser Leben.
Es ist uns gegeben, damit durch uns die Welt etwas von der Güte Gottes erfährt. Oft ist es schwer in einer Zeit des Unrechts und der Lüge rings um uns, dies zu verwirklichen.
Aber wir Vertriebenen haben es in schwersten Jahren fertiggebracht, in der Charta von 1950 die Hand zur Versöhnung zu reichen.
Gebe uns Gott seine Gnade, um in der heutigen Zeit des Umbruchs im Osten zu diesen christlichen Grundlagen von Wahrheit und Freiheit, Gerechtigkeit und Liebe für die Gestaltung Europas und des Zusammenlebens aller Völker der Erde zu stehen.
Wir sudetendeutschen Priester werden in der Hl. Nacht beim Gebet für unsere Volksgruppe den Herrn bitten, daß wir mit dem Segen des Kindes in der Krippe als Sudetendeutsche und als Christen weiter uns diesem Ziel verpflichtet wissen.
Ein „gnadenvolles Weihnachten und Gottes Segen im Jahr 1990" wünscht Ihnen
Ihr
Pfarrer Friedrich A. Berger
Vorsitzender des Sudetendeutschen Priesterwerkes
Liebe Freunde aus Schlaggenwald und Umgebung!
Bald ist Weihnachten. Es ist mir ein echtes Bedürfnis, Ihnen allen gute Wünsche aus Ihrer Patenstadt zu übermitteln. Stellvertretend für alle Bürger unserer Großgemeinde Auerbach wünsche ich Ihnen Gottes Segen zum Weihnachtsfest und für das Jahr 1990. Mögen Sie vor allem auch bei guter Gesundheit die Festtage verleben können.
Dann möchte ich Ihnen gleich dafür sehr herzlich danken, daß Sie immer wieder zu uns kommen. Daß Sie gern gesehen sind, werden Sie merken; Sie gehören zu uns. Was der im Jahr 1956 ausgestellte Patenbrief besagt, soll immer bleiben. Darin heißt es: „Das harte Schicksal der Vertreibung unserer deutschen Brüder und Schwestern aus dem Osten von Heimat und Scholle soll durch die Bindung an die neue deutsche Heimat gemildert und erträglicher gestaltet werden."
In diesem Jahr konnten wir Sie bei unserem Jubiläum „675 Jahre Stadt Auerbach in der Oberpfalz" herzlich willkommen heißen. Sie haben uns damit eine große Freude bereitet; auch dafür danke ich sehr.
Herzliche Grüße, bleiben wir einander auch in Zukunft verbunden. Gott schütze Sie!
Hanni Haberberger
1. Bürgermeister
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