Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 198
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Obchodní život v našem rodném městě

Besonders hervorzuheben sind die Konditoreien.**

1. Der Vizenz Lois (Reif), Konditor; bekannt über den Ort hinaus war seine Kaffeetorte, die Pfefferdocken- und -reiter sowie die Pfeffer-Herzen. Später kam noch das Speiseeis dazu. Auch Malztaferln sollten nicht vergessen sein. Das Einrichten eines modernen Kaffees verhinderte der Kriegsausbruch.

2. Konditorei Hess, Am scharfen Eck. Dort waren ebenfalls Spezialitäten zu bekommen.

3. Franz Meixner. Bei ihm traf sich in der Backstube oftmals eine lustige Gesellschaft und manche Possen wurden ausgeheckt.

Vergessen darf die Brauerei nicht werden. Beim Fasslausbrennen waren wir Buben gute Helfer. Der Feuerstrahl, der durch die Spundlöcher der Fässer herausschoß, hatte seine Anziehungskraft.

Ich habe schon einmal beschrieben, daß die Lederfabrik Roßmeissl der erste Lieferant des elektr. Stromes in Schlaggenwald war. Die Turbine wurde mit dem Wasser des Flutbaches betrieben, von seinem Bett führte ein künstlicher Kanal vom Ortsteil Donner zur Turbine. Später wurde der elektr. Strom in die Reichenauer Leitung eingespeist.

Die Porzellanfabriken, Sommer und Matschak, Haas & Czjcek brauche ich nicht besonders hervorzuheben, die Firmen gaben vielen Beschäftigung. Die Fabrik Grosse wurde in den 20er Jahren aufgegeben.

Zu erwähnen ist noch die Drechslerei Ruppert, am Zehntplatz.

Das Lädchen Karl Kempf am Malzmühldamm; die Sattlerei Ubl hätte ich beinahe vergessen.

2 Buchbindereien hatten wir auch in Schlaggenwald, Familie Völkl auf der Kirchstaffel. Viele werden sich daran erinnern, daß er als Bub oder Mädchen seinen Griftl, Federhalter, Schulhefte und sonstigen Bedarf dort erwarb.

Am Markt hatte sich der Sohn Völkl ein Papier- und Schreibwarengeschäft eingerichtet, hier konnte man sich auch eine Zeitung kaufen.

Familie Wolf hielt ebenfalls Papierwaren feil und betrieb das Buchbindereigewerbe.

Friseure:

1. Hans Roßmeissl eröffnete in den frühen 20ger Jahren sein Geschäft. Er bildete viele Lehrlinge aus. Es war ein ausgesprochenes Herrenfriseurgeschäft.

2. Herren- und Damen-Friseurgeschäft Putz. Auch dort wurden Lehrlinge ausgebildet.

3. Damen- und Herrenfriseurgeschäft der Familie Dörfl, war gut eingeführt.

4. Herrenfriseur Weidl am Oberen Markt.

Mancher von uns damaligen Buben wird sich auch an den Zuckerladen der Frau Dörfl gerne erinnern.

Schlossereien waren Ziener in der Neustadt und Pöttig am alten Markt.

Schmiede waren Erler in der Neustadt, Möhler am Oberen Graben und Mathis beim Brauhaus.

Tischler:

Unger auf der Oberen Gasse, Tippmann am Alten Markt, Eckl am Unteren Graben. Wegen hohen Alters gaben Neidhart bei den Staffeln, Schmalz bei der Mädchenschule und Albrecht Hahn in der Brauhausgasse auf.

Franz Hahn hatte eine Schlosserwerkstatt in der Brauhausgasse.

Bald hätte ich den Kämpf Karl am Malzmühldamm vergessen, der dort einen Gemüseladen geführt hat.

2 Eisenwarengeschäfte sollen nicht vergessen sein: Eisenwaren-Geschäft Schmied in der Hauptstraße und Winter ebenfalls in der Hauptstraße. Oft habe ich bei Winter Zylinder für die Petroleumlampe besorgen müssen und auch das Petroleum. Der Glaszylinder war ein sehr zerbrechliches Gebilde und oft zersprang er, denn er mußte viel gereinigt werden. Es dürfte in vielen Familien damals noch die Petroleumlampe Verwendung gefunden haben. Das elektrische Licht kam sehr zaghaft in die Stadt.

Die Installation wurde von Oswald Hanika ausgeführt, der auch die Kunst des

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