Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 198
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Obchodní život v našem rodném městě

Das Geschäftsleben in unserer Heimatstadt

In unserer einstigen Heimatstadt Schlaggenwald war ein sehr regsames Geschäftsleben. Ich will versuchen einmal die vorhandenen Läden und Fabriken aufzuzählen und beginne mit der Oberen Gasse.

1. Lebensmittel und Kolonialwaren Schmidt, später Filiale des Konsums.
2. Ein Lädchen in der Hauptstraße, neben dem Anwesen Langkammer, den Namen weiß ich nicht; es war nach dem Weltkrieg geschlossen.
3. Lebensmittel der Frau Lochner.
4. Lebensmittelladen der Eheleute Paradeiser, früher Haselbauer. Dort waren zu meiner frühen Kinderzeit die Zuckerln hinter einem Gitter.
5. Lebensmittel und Kolonialwaren Hermann Häuser in der Hauptstraße.
6. Samel Fritz, Lebensmittel und Kolonialwaren in der Hauptstraße.
7. Konsum mit mehreren Angestellten.
8. Kaufgeschäft Schmied in der Hauptstraße.
9. Der Laden des Kaufmannes und späteren Stadtsekretärs Wagner am Markt.
10. Hans Schröck, Lebensmittel am Markt.
11. Lebensmittel März am Markt.
12. Geschäft der Familie Voigt; es hat nach dem 1. Weltkrieg nicht mehr bestanden. Später kam die tschechische Schule hinein.
13. Neben dem Spritzenhaus am alten Markt war ein Lädchen einer Familie Weidl; es war nach dem 1. Weltkrieg geschlossen.
14. Auf der Kirchstaffel war Frau Willander.
15. Ottokar Machatscheck.
16. In der Neustadt war die Lebensmittelhandlung Neidhart.

Schnittwarengeschäfte:

1. In der Brauhausgasse war Frau Hahn (Hahn Albrecha). Dort wurde gerne die Aussteuer der Bräute gekauft.
2. Gegenüber der Mädchenschule handelte Frau Schmalz mit Textilien.
3. Der Franz Seff am Markt, er schneiderte auch.
4. Der Konsum und Kaufmann Schmied handelten mit Textilien.
5. Textilhaus Endisch am Markt.
6. Frau Wagner, Tochter des Schuldirektors Hahn, Wagner gab es zwei, Schimmer im Füsselgäßchen und der Bruder Schimmer in der Brauhausgasse.

Gerberei und Lederfabrik Roßmeissl und Gerberei Ubl. Letzter war weit und breit bekannt wegen seines gut gegerbten Sohlenleders.

Schustereien gab es mehrere. Geier und Lenk, Bata. Vom Hörensagen Klement, Blaß, Langhammer. Weitere sind mir nicht bekannt.

Herrenschneidereien: Schmieger, Beck, am Markt, Stark auf der Kirchstaffel, später übernommen von Anton Ott. Schneidermeister Stark beschäftigte einige Gesellen. Am Markt befand sich die Schneiderei Kugler, in der Leßnitzgasse war es Wagner.

Von den Damenschneiderinnen ist mir nur Frau Neubauer in der Oberen Gasse bekannt.

Spenglereien:

1. Gustav Gröschl, der Lehrlinge ausbildete und Gesellen hielt.
2. Spenglerei Bächer Fritz.
3. Gustav Schöbl.
4. Marterer, am Markt.

Wer könnte das vergessen haben, als immer die Dächer geteert wurden und die Handwerker auf den steilen Giebeln balanzieren mußten.

Grünzeugverkaufsstellen (spezialisiert): Frau Borkenstein und ehemals die Stowasser Nanni; später übernahm den Laden in den Budiken Franz Diorazio und Frau Völkl, am Markt.

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