Heimatbuch für Schlaggenwald reift geistig in Hausham heran
[obr] Schlaggenwald – einst kaiserlich freie Bergstadt im Egerland
Schon dritte Redaktions-Konferenz am Wochenende im Rathaussaal
Hausham (o) — Das historische Werk nimmt Formen an: Von Hausham aus wird die 400 Seiten umfassende, reich illustrierte Chronik der einst kaiserlich freien Bergstadt Schlaggenwald im Egerland konzipiert. Herausgeber ist der Schlaggenwalder Heimat- und Geschichtsverein und dessen Vorsitzender wiederum ist der in Hausham lebende Josef Albrecht Tauber. Der pensionierte Bundeswehr-Oberstleutnant will auf dem Weg zur Fertigstellung des Buches am kommenden Wochenende, 10. und 11. November, einen großen Schritt weiterkommen. Da trifft er im Haushamer Rathaussaal zur dritten Redaktions-Konferenz mit seinen Mitarbeitern zusammen. Seit neun Monaten bereits werkelt das Team an dem Werk, das zur Kirchweih 1991 beim Heimattreffen der Schlaggenwalder im oberpfälzischen Auerbach der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.
Eine Menge Vorarbeit liegt bereits hinter Tauber. Besonders freut es ihn, daß auch das Bundesinnenministerium, das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordung und die Sudetendeutsche Landsmannschaft zugesagt haben, etliche Exemplare zu erwerben. Tauber: „Damit ist bereits ein Viertel der Auflage von tausend Stück vorbestellt." Ohne intensiven Briefwechsel, ohne Gespräche wäre das freilich nicht möglich gewesen. Aber da konnte Tauber wohl seine Beziehungen aus der Bundeswehrzeit reaktivieren . . .
Daß das Schlaggenwalder Heimatbuch im einstigen Bergwerksort Hausham entsteht, hat indes nicht nur einen ideellen Wert, sondern auch schon einen materiellen: Die Chronik, in elf Kapitel mit 64 Einzeltiteln unterteilt, wird von der Haushamer Druckerei KROHA hergestellt. „Damit" — so Tauber — auch etwas für die Haushamer Wirtschaft herausspringt." Unser Foto zeigt das Titelblatt des Schlaggenwalder Heimatbuches.
(„Miesbach Merkur" vom 8. November 1989)
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