Schlaggenwalder reisten bis aus Kanada an
Am Wochenende (10.-11. 6. 1989) in der Jubiläumsstadt — Buch über die Heimat soll 1991 erscheinen
AUERBACH. Schlaggenwalder aus nah und fern — sogar aus Kanada — führte das 15. Treffen im Rahmen der 675-Jahrfeier ihrer Patenstadt am letzten Samstag zusammen. Zugleich war dieses Wiedersehensfest die erste Mitgliederversammlung des im Dezember vergangenen Jahres gegründeten Schlaggenwalder Heimat- und Geschichtsvereins e. V. Im Pfarrsaal hieß 1. Bürgermeister und Schirmherr Hanni Haberberger die Gäste willkommen und rief ihnen zu: „Ihre Patenstadt freut sich, daß Sie bei diesem Jubiläum dabei sind. Auerbach ist Ihre Heimat."
Herzlich empfing auch Franz Hofmann seine Landsleute, dazu die beiden Bürgermeister, Hanni Haberberger und Rudolf Weber, Stadtverbandsvorsitzenden Johann Gnan, die Abordnung des Patenbootes Neptun, Josef Paulus als 1. Vorsitzenden der Soldaten- und Kriegerkameradschaft, Alterspräsidenten Anton Kunzmann, Prof. Kurt Völkl, ebenfalls ein Landsmann, und Josef Tauber, Vorsitzender des Schlaggenwalder Heimat- und Geschichtsvereins e. V. Hanni Haberberger hob die von diesem Verein beabsichtigte Herausgabe eines großen Heimatbuches hervor, um das sich Josef Tauber und sein Redaktionsstab bemühen. In diesem Bemühen hätten sich auch schon Franz Hofmann und Anton Kunzmann verdient gemacht.
Richard Brummeissl, der Herausgeber des Schlaggenwalder Heimatbriefes, freute sich, daß wieder viele Landsleute dem Aufruf zur Teilnahme an den Feierlichkeiten der Patenstadt gefolgt seien.
2. Bürgermeister Rudolf Weber erinnerte in seinen Grußworten an die Zeit des Kriegsendes. 800 Heimatvertriebene hätten in Auerbach bald Fuß gefaßt und wesentlich mit beigetragen, daß es bald wieder aufwärts ging in der Stadt.
Josef Tauber berichtete dann ausführlich über die bisher geleistete Arbeit für dieses Heimatbuch, informierte über die geplante Finanzierung und versicherte seinen Landsleuten, daß sich dieses Buch nach seiner Fertigstellung sehen lassen könne. Er dankte der Stadt Auerbach für das finanzielle Engagement und die spontane Zusage eines Zuschusses in Höhe von 1500 Mark. Sein Dank ging auch an Franz Hofmann, der „Drehscheibe in Auerbach für die Schlaggenwalder" sei. Hofmann ist im Verein, dem zur Zeit 112 Mitglieder angehören, als Schatzmeister für die Kassenbelange zuständig.
Als Schwerpunkt der Arbeit stellte Josef Tauber die Mitgliederwerbung heraus, um in der Öffentlichkeit die entsprechende Anerkennung zu finden. Das Heimatbuch wird in einer Auflage von tausend Stück gedruckt, was eine gute kaufmännische Kalkulation erfordere. Deshalb sei die Unterstützung aller notwendig. Es enthält neben 300 Textseiten auch 100 Bildseiten mit Auszügen aus der Kulturgeschichte, dem Vereinswesen, der Vertreibung und die Zeit danach, die Gliederung der Stadt, staatliche und städtische Einrichtungen sowie Wirtschaft und Handel. In zwei bis zweieinhalb Jahren rechnet der Vorsitzende damit, das Werk auf den Markt zu bringen. Es sei dafür auch „höchste Eisenbahn", denn andere Gruppen hätten schon vor zehn Jahren Bücher über ihre Heimat herausgegeben. Ein weiteres Ziel müsse es sein, die junge Generation, die noch abseits stehe, mit einzubinden. Das Buch, das nur einmal aufgelegt werde, sei zum Beispiel ideal als Geschenk für die Enkel, appellierte Tauber an die Landsleute. Eine humane Brücke soll auch dadurch gebaut werden, indem man die Patenstadt in dieses Buch mit einbringt. 15 Seiten sind dafür vorgesehen.
Als spätesten Herausgabetermin nannte der Vorsitzende den Spätherbst 1991. Man rechne auch damit, daß der „Pate" der Schlaggenwalder eine größere Zahl abnehme. Den Preis bezifferte Tauber mit 80 Mark pro Buch bei Vorbestellung, wobei eine Anzahlung von 50 Mark bis zum Jahresende zu leisten ist. Mitglieder des Vereins erhalten es zum Subskriptionspreis von 70 Mark, wenn der Betrag ebenfalls bis Jahresende überwiesen ist (auf das Konto 206 300 bei der Sparkasse Auerbach).
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
