Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 195
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Pozdrav ke Slavkovské vlastivědné knize od Otto von Habsburka

Grußwort für das Schlaggenwalder Heimatbuch

Eine der größten Schwächen Deutschlands in den letzten Jahrzehnten war die Geschichtslosigkeit. Man hat den jungen Menschen die Kenntnisse ihrer Vergangenheit geraubt und nur in wenigen Bundesländern wurde noch richtiger Geschichtsunterricht erteilt. Dadurch hat die junge Generation vielfach die Fähigkeit verloren, einen politischen Plan zu erstellen.

Es ist daher umso verdienstvoller, wenn sich Menschen, ganz besonders aus dem Kreise der Heimatvertriebenen, damit befassen die Geschichte wieder lebendig zu machen. Nur wer im eigenen Boden fest verwurzelt ist, wird auf die Dauer sich auch anderswo durchsetzen können. Was daher heute auf diesem Gebiete geschieht, ist tatsächlich Dienst am ganzen Volk.

Gerade unsere Heimatvertriebenen haben sich diesbezüglich beispielgebend betätigt. Das zeigen die zahllosen Heimatmuseen, wie auch die Heimatbücher. Der Übergang von der Erlebnisgeneration zur Bekenntnisgeneration wird auf diese Weise vorbereitet und durchgeführt.

In diesem Sinne begrüße ich ganz besonders die Veröffentlichung des „Schlaggenwalder Heimatbuches". Es steht dafür, den Gedanken an die alte kaiserliche sudetendeutsche Stadt wachzuerhalten. Das ist aber nicht nur eine rückwärtsgewandte Aufgabe. Es ist vielmehr Dienst an der Zukunft. Denn der, der der Gegenwart Ewigkeitswert verleiht, ist kein Realist; sachlich und zweckdienlich ist nur, wenn man die Werte der Vergangenheit für die Zukunft einbringt.

In diesem Sinne wünsche ich dem „Schlaggenwalder Heimatbuch" viel verdienten Erfolg.

OTTO VON HABSBURG

Sehr geehrter, lieber Oberstleutnant Tauber !

Es war mir eine besondere Freude, Sie in Wildbad Kreuth zu sehen und habe ich mit großem Interesse von Ihrer Arbeit Kenntnis genommen. Gerne schicke ich ein Grußwort, es liegt diesem Brief bei.

Was Ihre Wünsche betrifft, nämlich die einer Verwendung bei Genscher für einen Finanzzuschuß und wegen der Übergabe der Krippe, muß ich Ihnen leider sagen, daß ich dafür wenig geeignet bin. Infolge seiner, mir absolut nicht gefallenden Ostpolitik und seiner Haltung in Fragen der Menschenrechte, habe ich Genscher häufig öffentlich kritisiert. Er hat mir das, was ich durchaus verständlich finde, übelgenommen. Würde ich daher für Sie eintreten, wäre das für Sie nicht gut. Ich würde lieber die Linie Streibl weiter verfolgen. Vielleicht könnten Sie sich auch an Parteivorsitzenden Waigel wenden.

Mit herzlichen Grüßen
OTTO VON HABSBURG

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Ministerský předseda Streibl přijal spolkové vedení Sudetoněmeckého landsmanšaftu

Ministerpräsident Streibl empfing Bundesvorstand der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Der neue Bayerische Ministerpräsident Max Streibl empfing am 28. 10. 1988 in der bayerischen Staatskanzlei in München den Bundesvorstand der Sudetendeutschen Landsmannschaft, mit dem Sprecher der Volksgruppe und Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft, Staatsminister a. D. Franz Neubauer, an der Spitze, zu einem Meinungsaustausch. Streibl versicherte, die Sudetendeutschen dürfen fest darauf vertrauen, daß die Bayerische Staatsregierung sie auch weiterhin in ihrer Arbeit ungeschmälert unterstütze. Der Sprecher der Sudetendeutschen, Neubauer, dankte der Staatsregierung dafür, daß sich Bayern als Schirmland für die Belange der Sudetendeutschen einsetze.

An dem Gespräch nahmen außerdem der Präsident der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Staatsminister a. D. Walter Stain, der stellvertretende Bundesvorsitzende Dr. Fritz Wittmann, die Bundesvorstandsmitglieder Richard Frodl und Heinz Kraus und Bundesgeschäftsführer Dieter Max teil.

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