Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 183
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„V ČSSR panuje pronásledování křesťanů" – dokumentace představena v Mnichově

In der ČSSR herrscht Christenverfolgung

„In der ČSSR herrscht Christenverfolgung"
Dokumentation „Kirche in Fesseln" in München vorgelegt

München, 18. 12. 1984 (ILK) Der aus der ČSSR stammende, in der Bundesrepublik lebende Benediktinerabt Anastas Opasek hat die Staat- und Parteiführung seines Heimatlandes aufgefordert, die in der Verfassung der ČSSR verankerten Rechte der Bürger sowie die Schlußakte von Helsinki zu respektieren und die Christenverfolgung in der Tschechoslowakei einzustellen. Opasek, selbst ehemaliger Häftling, der in einem konstruierten Schauprozeß zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde, sagte am Dienstag, 18. Dezember, vor der Presse in München, die Lager der Kirche in der ČSSR habe sich seit der stalinistischen Ära nicht verbessert, sondern im Gegenteil verschlechtert.

Der jetzt in dem Benediktinerkloster Rohr/Niederbayern lebende Abt stellt zusammen mit Prälat Prof. Dr. Josef Rabas, Rom, und dem Präsidenten der sudetendeutschen katholischen Ackermann-Gemeinde, Josef Stingl, eine Veröffentlichung von Rabas „Kirche in Fesseln" vor, die vom Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde herausgegeben wurde und die die überaus schwierige Lage der Kirche in der ČSSR zum Inhalt hat. Nach letzten Berichten, so teilte Opasek mit, dürften in der ČSSR etwa 400 Priester ihren Beruf nicht ausüben. Manche von ihnen müßten, um überhaupt leben zu können, als Heizer, Nachtwächter oder Lageristen minderwertige Arbeit verrichten. „Verhaftungen und Verhöre", so Opasek, „haben zugenommen. Auch die Gläubigen, die sich zu ihrem Glauben bekennen oder einfach im Gottesdienstbesuch den Glauben leben wollen, sehen sich der Verfolgung ausgesetzt".Besonders massiv sei der Druck auf die beiden noch verbliebenen Priesterseminare in Leitmeritz und Preßburg. Es sei nicht übertrieben, wenn er feststelle: „In der ČSSR herrscht Christenverfolgung".

Nach den Worten von Prälat Rabas wendet die kommunistische Partei in der ČSSR alle Mittel an, um im Volk die marxistisch-leninistische Weltanschauung und damit den Atheismus zu propagieren. Vom Kindergarten an werde die Jugend der Gottlosigkeit in die Arme geführt. Josef Stingl erklärte zu dieser Situation: „Wir wollen Stimme der Stummen sein. Wir wollen nicht, daß noch mehr Anklage erhoben wird, sondern, daß mehr Menschenrechte gewährt werden". Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Ludwig Lillig, äußerte, durch Schweigen und Verschweigen würden nicht nur die Unterdrücker schuldig, sondern auch jene, „die sich vor dem Leid und Unrecht verschließen."

„Kirche in Fesseln"

Materialien zur Situation der katholischen Kirche in der ČSSR, VI.
Hrsg. Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde e.V., München,
167 Seiten, broschiert, Format 14 x 20 cm, 9,50 DM, Verf. Josef Rabas,
ISBN 3-9800815-1-6

Großbetriebspraktikum am „Heiligen-Hof"

Wie schon seit 28 Jahren, so stellen wir auch im Jahr 1986 vom 1. August oder 1. September Mädchen für ein praktisches, hauswirtschaftliches Großbetriebsjahr ein. Dieses Praktikum ist vorrangig für Mädchen mit Mittlerer Reife gedacht, die es als Vorschulpraktikum für weiterführende Schulen und Berufsausbildung benötigen (Krankenschwestern, Diätassistentinnen, Wirtschafterinnen usw.)

Es können sich aber auch Mädchen melden, die dieses Jahr für sich persönlich als Überbrückungsjahr nutzen wollen. Wir bieten alle Voraussetzungen, die für diese Ausbildung nötig sind. Die Mädchen bekommen eine fachgerechte Anleitung auf sämtlichen hauswirtschaftlichen Gebieten und ein monatliches Taschengeld von DM 230,— neben freier Station und Sozialversicherung.

Freizeit und Urlaub sind geregelt; die Unterbringung erfolgt in Ein- und Zweibettzimmern auf einem eigenen Praktikantinnenflur mit Bad, Dusche usw. (eigener Aufenthaltsraum mit Fernsehapparat). Ein entsprechendes Schlußzeugnis, wird selbstverständlich ausgestellt.

Bewerbungen mit Lebenslauf (wenn möglich, mit Herkunft der Eltern oder Großeltern) und Lichtbild sind an folgende Adresse zu richten:

Bildungsstätte „Der Heiligenhof", Postfach 1480, 8730 Bad Kissingen

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