Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 183
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Když ještě bývalo Weinhartgasserl

Er sah nicht aus, als ob er sich freuen würde. Beherrscht, aber doch auch funkelnd, drohte er seinem Filius: „Wenn d'må fei dös nuåmol toust, dånn dafängst uina!" Franzl war froh, daß diese Runde so glimpflich über die Bühne gegangen war, zog den Kopf ein und begab sich wieder auf Wachposition. „U ihrts schauts, daß'ds weitakummts, owa wenn gschwind!" forderte uns Onkel Franz noch auf, wies in Richtung Fliegelecke und wartete, ob wir das Feld räumen würden. Da schlichen wir hin zum Fliegelhaus und warteten an der Ecke, bis sich der Sturm gelegt und Onkel Franz die Haustür von innen zugeschlagen hatte. Dann trieb es uns wieder zurück zum Motorrad und zum Franzl. Nach einer Weile des stummen Betrachtens sagte Robertl, mein Vetter: „Franzl, toute doch åmol affesetzen!" Der aber wurde wieder rot und antwortete: „Å-na, da Dada schimpft!" „Owa doch nur a anzichs Mol!" triezelte ihn die Menge. „Na, ich tou's neat, da Dada schimpft!" gab der Franzl wütend zurück. „Offat bist hålt feig! Jawohl, du bist vül za feig!" schrieen alle durcheinander. Noch bevor sich der Franzl entschließen konnte, wie er nun reagieren sollte, schwang sich Marianne, die neben ihm gestanden hatte, blitzschnell auf den Fahrersitz. Das war unserem Freund zuviel. Ich erkannte ihn nicht wieder. Über sein Gesicht raste Glut und aus den Augen schoß Feuer. Er stürzte sich auf seine Schwester und zerrte mit aller Gewalt an ihr. Sie sollte runter, er wollte auf den Sattel. Aber sie wehrte sich. Bei dem Gerangel beachtete niemand das Motorrad. Es hatte im holprigen Weinhartgasserl keinen sehr festen Stand. Darum hielt es den Erschütterungen, denen es durch die Auseinandersetzung ausgesetzt war, nicht mehr stand. Erst neigte es sich leise zur Seite, und dann stürzte es schwer und knirschend zu Boden. Franzl und Marianne lagen daneben. Entsetzt blickten sie zur Haustür. Wir waren vorsichtshalber zurückgewichen. Da kam auch schon Onkel Franz, hinter ihm Tante Agnes. Er hatte seine Adjustierung an und die Lederkappe auf dem Kopf. Um den Hals hing die Schutzbrille und auf dem Rücken der schwere Tornister mit den Kundschaftsschuhen.

Jetzt mußte jeden Augenblick das Donnerwetter über uns hereinbrechen. Aber es wurde nur halb so schlimm. Uns bedachte der Onkel Franz mit einem vernichtenden Blick, Marianne tauchte rasant in unserer Gruppe unter, und der Franzl wich elegant der Watschn aus, die ihm sein Vater verabfolgen wollte. Trotzdem waren wir noch eine ganze Weile wie bedeppert. Wir schauten zu, wie Tante Agnes dem Onkel Franz half, das Motorrad aufzurichten, und wie sie es nachher untersuchten, ob ihm kein Leid zugefügt worden war. Gottlob, es war alles heil geblieben! Onkel Franz konnte sich endlich auf seine Maschine setzen und losbrausen. Wir winkten alle, damit er den letzten Ärger besser runterschlucken konnte.

Nun war es aber Zeit geworden, daß wir zur Auferstehungsfeier gingen. Der Ernstl und seine Schwester Hilde waren noch rechtzeitig aus der Kohlmühle zum Motorradsturz gekommen. Langsam zogen wir durch das Rabgasserl und dann beim Moder vorbei. Der Franzl hatschte ein bisserl. Vom Lenker hatte er einen Rempler in die Wade bekommen, nun wurde an der Stelle ein blauer Fleck. Als wir auf die Landstraße kamen, trillerten über der Gfeller Höhe so wunderbar die Lerchen, und die Sonne schien uns so warm entgegen, daß wir bald wieder obenauf waren. Onkel Franz hatte inzwischen einen erfreulichen Geschäftsgang gehabt und interessante Gespräche geführt. Vergnügt und schmunzelnd bog er auf seinem Motorrad um die Fliegelecke, als wir von der Auferstehungsfeier kamen. Kein Wort verlor er mehr über das Leid, das wir ihm beinahe zugefügt hätten. Er spitzte seinen Mund und pfiff sich eins, als er die Maschine in den Verschlag schob. Ja, so war er, der Onkel Franz, und so blinzelt er freundlich weiter vom Himmel meiner Kindheit.

Hermine Walter, geb. Palm

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Sudetoněmecká pouť 1986

Sudetendeutsche Wallfahrt 1986

Die große traditionelle Sudetendeutsche Wallfahrt findet am 5. und 6. Juli 1986 nach Altötting statt. Sie beginnt am Samstag mit Gottesdienst und Lichterprozession, am Sonntag sind um 8 Uhr und um 10 Uhr Gottesdienste, anschließend ist die Glaubenskundgebung und zum Abschluß um 14.30 Uhr die Marienfeier. Alle Landsleute sind herzlich eingeladen.

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